Molare Reaktionsenthalpie bei der Reaktion von Kupfer(II)-Ionen mit Zink
von Marlene Eberl
Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt anhand der Reaktion von Kupfer(II)-Ionen und Zink eine spontante exotherme Reaktion mit anschließender Reaktionsenthalpieberechnung.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kupfer(II)-sulfat-5-H2O | H302, H319, H315, H410 | P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 |
|
| Zink Pulver | H410 | – |
|
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Zugabe des Zinkpulvers zur Kupfer(II)sulfat-Lösung
Deutung
Es läuft folgende Reaktion ab:
Cu2+(aq) + Zn(s) → Zn2+(aq) + Cu(s)
Da die Temperatur steigt, handelt es sich um eine exotherme Reaktion. Die Temperaturdifferenz beträgt:
ΔT = T1 - T0 = 297,25 K - 292,65 K = 4,6 K
Zur Berechnung der molaren Reaktionsenthalpie wird folgende Formel verwendet:
| ΔHmol = | - |
|
Messgrößen:
- m(H2O) = 200 g
- m(CuSO4 · 5 H2O) = 5g
- m(Zn) = 3 g
- n(CuSO4 · 5 H2O) = 0,02 mol
- Wärmekapazität des Styroporkalorimeters C = 70 J/K
- spezifische Wärmekapazität des Wassers cp = 4,19 J/g · K
Es folgt für ΔHmol:
| ΔHmol = | - |
|
= | -216549,6 J/mol | = | -216,55 kJ/mol |
Da es sich um eine exotherme Reaktion handelt, muss ΔHmol < 0 sein, daher beträgt die molare Reaktionsenthalpie der Reaktion von Kupfer(II)-Ionen mit Zink -216,55 kJ/mol .
Vergleich mit Literaturwerten:
Reaktionsenthalpie: -218,66 kJ/mol
[berechnet aus: P.W. Atkins, Kurzlehrbuch Physikalische Chemie, WILEY-VCH, 4. Auflage, 2008, S. 1084/1086.]
xabs = -216,55 kJ/mol - ( -218,66 kJ/mol ) = 2,11 kJ/mol
| xrel = | | |
| | | · 100% | = | 0,97 % |
Die Abweichung zum Literaturwert ist minimal, die Bestimmung der Reaktionsenthalpie mit diesem Versuch funktioniert also sehr gut.