Lithium-Ionen-Akku
von Annika Münch
Ziel des Versuchs Dies ist ein Modellversuch zum modernen Lithium-Ionen-Akku.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Lithiumperchlorat | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
| Propylencarbonat | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
| Kohlensäuredimethylester | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
| Paraffin, schüttfähig | – | – | – |
Durchführung
a) Herstellung der Elektrolytlösung: Es wird ca. 1 M Elektrolyt-Lösung hergestellt, indem 4,25 g Lithiumperchlorat zu 60 mL eines Gemisches aus Propylencarbonat (16 mL) und Kohlensäuredimethylester (44 mL) hinzugegeben werden. Anschließend wird für ca. 15 min mit dem Magnetrührer gerührt, bis das Lithiumperchlorat vollständig gelöst ist.
b) Vorbereitung des Elektrodenmaterials: Zunächst werden zwei ca. 4 x 9 cm große Graphitfolienstücke zurechtgeschnitten und ein Rechteck der Größe 2,5 cm x 3 cm herausgeschnitten, damit zwei kleine Anschlusslaschen abstehen. Die Folienstücke werden anschließend mit zwei mittig positionierten Klebepunkten an die Vorder- und Rückseite eines Filterpapierstücks (4,5 cm x 7,5 cm) geklebt.
c) Erstellung des Lithium-Ionen-Akkus: Das vorbereitete Elektrodenmaterial wird in das Kunststoffgefäß gestellt und mit der Elektrolytlösung bis zur Oberkante des Filterpapiers befüllt. Anschließend muss die Elektrolytlösung mit einer 1 cm dicken Paraffinsicht überdeckt werden, um den Eintritt von Feuchtigkeit weitgehend zu unterdrücken.
Die beiden Graphitfolien werden als Plus- und Minus-Pol geschaltet und für ca. 3 Minuten bei einer Spannung von 4,5 V geladen. Nach dem Ladevorgang kann der Akkumulator mit einem Elektromotor verbunden werden. Es können mehrere Ladevorgänge durchgeführt werden.
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Schematischer Versuchsaufbau einer Dual-Carbon-Cell mit Graphitfolie [1] -
Abb. 2: Fertiges Elektrodenmaterial mit Graphitfolie [1]
Deutung
Durch das Laden werden am Minuspol Lithium-Ionen in die Graphitfolie und am Pluspol Perchlorat-Ionen in die Graphitfolie intercaliert. Diese Intercalation wird durch die Aufweitung des Elektrodenmaterials sichtbar. Dieses Phänomen wird Exfolation genannt. Nach Beendigung des Ladeprozesses und anschließen eines Elektromotors wandern die intercalierten Lithium-Ionen und Perchlorat-Ionen zurück in die Elektrolytlösung. Dies geschieht durch eine Redoxreaktion, bei der eine Spannung von maximal 4,5 V erzeugt werden kann.
Minuspol: Cn + xLi+ +xe- ⇄ Li+nCx+n (Hinreaktion: Laden, Rückreaktion: Entladen)
Pluspol: Cn + xClO4- ⇄ Cx+n(ClO4-)x + xe- (Hinreaktion: Laden, Rückreaktion: Entladen)
Beim Laden wird das Graphit am Minuspol durch Einlagern der Lithium-Ionen reduziert und am Pluspol durch Einlagerung der Perchlorat-Ionen oxidiert. Somit wird durch den Ladeprozess eine Anode (Pluspol) und Kathode (Minuspol) erzeugt. Bei dem Entladeprozess wird am Minuspol (nun Anode) das Graphit oxidiert indem die Lithium-Ionen deintercalieren und wieder in die Lösung gehen. Gleichzeitung wird am Pluspol (nun Kathode) aufgrund des Elektronenflusses das Graphit reduziert und die Perchlorat-Ionen deintercalieren in die Lösung.