Einfluss der Temparatur auf das chemische Gleichgewicht
von Anna Gulyas
Ziel des Versuchs Der Versuch verdeutlicht den Einfluss der Temperatur auf die Verschiebung von einem chemischen Gleichgewicht. Er kann in Verbindung zu dem „Prinzip vom kleinsten Zwang“ von Henry Le Chatelier behandelt werden.
Vorbemerkung
Bei diesem Versuch geht es um die Temperaturabhängigkeit von Gleichgewichtsreaktionen. Es werden die gleichen Chemikalien verwendet wie im Gleichgewichtsversuch mit Kaliumthiocyanat udn Eisen(III)-chlorid (ID 1751), sodass die Konzentration von Edukten und Produkten durch die Färbungen der Lösungen zu erkennen ist.
Durch den Versuch wird deutlich, dass durch Temperaturveränderungen entweder die Hin- oder die Rückreaktion eines Gleichgewichtes begünstigt werden kann.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Eisen(III)-chlorid-6-H2O | H290, H302, H315, H318 | P280, P305+P351+P338 |
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| Kaliumthiocyanat | H332, H312, H302, H412, EUH032 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Deutung
Für die rote Färbung ist folgende Reaktion mit BIldung des blutroten Eisenthiocyanatkomplexes verantwortlich:
| Fe3+(aq) | + | 3 SCN-(aq) | ⇌ | Fe(SCN)3 (aq) |
| (gelb) | (dunkelrot) |
Bei Raumtemperatur bleibt Farbe der Lösung gleich. Das Gleichgewicht ist eingestellt und die Konzentrationsverhältnisse bleiben bestehen.
Beim Erhitzen verändert sich die Farbe. Die Lösung wird heller und leicht orangefarben. Die Lage des Gleichgewichts wird auf die Seite der Edukte verschoben. Die Konzentration der Produkte nimmt ab, die Konzentration der Edukte nimmt zu. Die Temperaturerhöhung begünstigt die Rückreaktion.
Beim Abkühlen verändert sich die Farbe. Die Lösung wird dunkler. Die Lage des Gleichgewichts wird also auf die Seite der Produkte verschoben. Die Konzentration der Edukte nimmt ab, die Konzentration der Produkte nimmt zu. Die Temperaturerniedrigung begünstigt die Hinreaktion.
Offenbar ist die Bildung von Eisenthiocyanat exotherm, denn Temperaturerniedrigung ist ein Zwang, dem ein System mit Wärmeproduktion entgegenwirkt. Da im Kältebad die Hinreaktion begünstigt wird, wird offenbar Energie frei; die Reaktion ist also exotherm.