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Ziel des Versuchs Durch diesen Versuch soll die molare Masse eines flüssigen Kohlenwasserstoffes durch Verdampfen bestimmt werden.

Materialien

Einhalsrundkolben mit Schliff, Kolbenprober, Olive, Schlauchverbindung, Wasserbad, Heizplatte, Stativ, Stativmaterial, Pipette, Peleusball

Chemikalien

n-Pentan, Wasser

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
n-Pentan H225, H304, H336, H411, EUH066 GHS02 GHS08 GHS07 GHS09

Durchführung

In einen Einhalsrundkolben werden 3 mL n-Pentan gegeben und gemäß Abbildung 4 mit dem Kolbenprober verbunden. Mit einem Wasserbad wird das n-Pentan zum sieden gebracht und solange gewartet, bis keine Volumenveränderung im Kolben mehr zu beobachten ist. Dieses sowie die Temperatur des Wasserbades werden notiert.

Kolbenprober nie vertikal am Stativ einspannen, da es sich um ein Feinschliffgerät handelt und aus diesem Grund leicht zerbrechlich ist! Zudem würde dem entstehenden Gas das Eigengewicht des Stempels entgegenwirken, was zu Messfehlern führen würde. Der Versuch ist unter dem Abzug durchzuführen!

Beobachtung

Es kommt zu einer Volumenveränderung von 65 mL. Die Temperatur im Wasserbad beträgt 60 °C.

Abbildungen

  • Abb. 1: Versuchsaufbau

Deutung

Der Siedepunkt von n-Pentan liegt bei 36,15 °C. Der Stempel des Kolbenprobers wird durch das zunehmende Volumen in der Gasphase herausgedrückt.

Zunächst lässt sich über das in den Kolben gegebene Volumen des flüssigen n-Pentans und seiner Dichte seine Masse berechnen:

p = m/V

m = p · V = 0,626 g/mL · 3 mL = 0,1878 g

Aus dem idealen Gasgesetzt ergibt sich folgender Zusammenhang:

p · V = n · R · T

n = m/M

p · V = (m/M) · R · T

M = (m · R · T)/(p · V)

Es wird angenommen, dass Normaldruck herrscht, weshalb p = 100 kPa. Für die Temperatur wird jene, die im Wasserbad gemessen wurde angegeben. R ist die ideale Gaskonstante.

M = (0,1878 g · 8,3144 kPa·L-1·K-1 · 333,15 K)/(100 kPa · 0,065 L)

M =80,03 g/mol

Die molare Masse von n-Pentan beträgt 72,15 g/mol. Der errechnete Wert weicht ca. 10 % von diesem ab.

Fehlerbetrachtung:

Die Abweichung kann dadurch zustande gekommen sein, dass nicht lange genug gewartet wurde und das n-Pentan nicht vollständig verdampft ist. Zudem ist es möglich, dass ein Teil im Kolben bereits wieder kondensierte. Darüber hinaus wird lediglich die Temperatur im Wasserbad und nicht die des Dampfes gemessen. Durch die Annahme des Normaldrucks und dass Innen- gleich Außendruck ist, kann es ebenfalls zu Abweichungen gekommen sein.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Die Apparatur wird im Abzug belüftet. Für die Verwendung von n-Pentan ist eine besondere Ersatzstoffprüfung erforderlich!

Literatur

[1] W. Glöckner, W. Jansen, R. G. Weissenhorn (Hrsg.), Handbuch der experimentellen Chemie – Sekundarstufe II, Band 9: Kohlenwasserstoffe, Alius Verlag Deubner, 2005, S. 65-67