Eisennitrat-Lösung mit Ammoniumthiocyanat
von Lars Lichtenberg
Ziel des Versuchs In diesem Versuch lernen sie die Verschiebung des Gleichgewichts aufgrund von Konzentrationsänderungen kennen.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Eisen(III)-nitrat-9-H2O | H272, H315, H319, H335 | P220, P261, P305+P351+P338 |
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| Ammoniumthiocyanat | H332, H312, H302, H412, EUH032 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Gelbe Eisennitratlösung, farblose Ammoniumthiocyanat und blutroter Eisenthiocyanat-Komplex als Vergleichslösungen, Eisenthiocyanat-Komplex mit weiterer Eisennitrat, Ammoniumthiocyanat-Lösung und mit Wasser (links nach rechts)
Deutung
Es besteht zwischen den Eisenhexaquakomplex sowie den Thiocyanatanionen auf der Eduktseite und dem blutroten Eisenthiocyanatkomplex ein Komplexgleichgewicht:
[Fe(H2O)6]3+(aq) + 3SCN-(aq) ⇄ [Fe(H2O)3(SCN)3](aq) + 3H2O(l)
Gibt man nun Thiocyanat-Ionen in Form von Ammoniumthiocyanat-Lösung hinzu, so verschiebt sich das Gleichgewicht auf die Seite der Produkte und es bildet sich der rote Eisenthiocyanatkomplex. Es findet schrittweise ein Ligandenaustausch zwischen Wassermolekülen und Thiocyanat-Ionen statt. Bei Zugabe von Wasser (Zugabe an Produkt) verschiebt sich das Gleichgewicht laut Le Chatelier wieder auf die Seite der Edukte. Bei erneuter Zugabe von Edukten (Eisen(III)-nitrat- und Ammoniumthiocyanat-Lösung) bildet sich wieder der blutrote Komplex.