Oxidation von Alkoholen und Ketonen
von Ann-Kathrin Röver
Ziel des Versuchs Die Oxidation von Alkoholen und Ketonen ist ein langwieriger Prozess, der unter Zuhilfenahme eines Kupferdrahtes beschleunigt werden kann.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Aceton | H225, H319, H336, EUH066 | – |
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| Ethanol | H225, H319 | P210, P240, P305+P351+P338, P403+P233 |
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| Schiffs-Reagenz | H290, H314, H350 | P201, P280, P305+P351+P338, P310 |
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| Fuchsin | H302, H351 | P281 |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Schiffsche Probe -
Abb. 2: Kupferspirale im Acetondampf -
Abb. 3. Kupferspirale im Ethanoldampf -
Abb. 4: Kupferspirale nach Eintauchen in Ethanol
Deutung
Der erhitzte Kupferdraht reagiert mit dem Luftsauerstoff und bildet Kupferoxid (schwarz). Er überträgt seine Oxidationsäquivalente auf das Aceton und das Ethanol durch Abgabe des Sauerstoffs. Bei diesem Oxidationsprozess spielen Oberflächenprozesse eine Rolle. Deren Verlauf kann an der Kupferspirale durch wellenförmiges Aufleuchten beobachtet werden. Nach der dunklen Verfärbung durch den Sauerstoff lässt die anschließende Reaktion mit Aceton und Ethanol die Spirale wegen der Abgabe des Sauerstoffes kupferfarben werden und aufgrund der Freisetzung der Oxidationsenergie hell aufglühen.
2Cu(s) + O2(g) ⟶ 2CuO(s)
8CuO(s) + CH3COCH3(l) ⟶ 8Cu(s) + 3CO2(g) + 3H2O(l)
Nach Zugabe des Glühenden Kupferdrahtes zu dem Ethanol lässt sich ein Zischen verzeichnen und der Kupferdraht wird wiederkupferfarben. Das Kupferoxid wird zu Kupfer reduziert und der Alkohol wird oxidiert und ist zu einem Aldehyd reagiert. Die Schiffsche Probe war positiv, welches ein Nachweis für ein Aldehyd ist.
CH3CH2OH(l) + CuO(s) → Cu(s) + H2O(l) + CH3CHO(l)
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch kann, falls die Oxidationsprodukte der primären Alkohole noch die bekannt sind, als Einführung der Aldehyde und Carbonsäuren verwendet werden. Des Weiteren kann das Schiffsche Reagenz als Nachweis für Aldehyde vorgestellt werden. Im Anschluss an diesem Versuch könnten weitere Nachweise für Aldehyde erarbeitet und ausprobiert werden. Da bei der Schiffschen Probe das krebserzeugende Fuchsin entstehen kann, darf dieser Versuch nur als Lehrerversuch durchgeführt werden. Außerdem sollten auch Frauen diesen Versuch nicht zu oft durchführen.
Bei der Oxidation von Ketonen entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das Kohlenstoffdioxid könnte mithilfe von Calciumhydroxid durch Fällung als Calciumcarbonat nachgewiesen werden. Hierbei müssen die SuS mit der Methode zum Auffangen eines Gases vertraut sein. Dieser Nachweis könnte erfolgen, indem die Reaktion in einem Reagenzglas abläuft, auf welches im Anschluss ein Gärröhrchen mit Calciumhydroxid-Lösung gesetzt wird. Dieser Nachweis ist schwieriger als der Aldehydnachweis, da die SuS schnell genug handeln müssen, um genügend