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Ziel des Versuchs Dieser Versuch ist leicht durchzuführen. Die SuS müssen eine gesättigte Lösung ansetzen und den pH-Wert messen können. Anhand dieses Wertes kann über die Konzentrationen der beteiligten Ionen das Löslichkeitsprodukt berechnet werden.

Vorbemerkung

Dieser Versuch ist leicht durchzuführen. Die SuS müssen eine gesättigte Lösung ansetzen und den pH-Wert messen können. Anhand dieses Wertes kann über die Konzentrationen der beteiligten Ionen das Löslichkeitsprodukt berechnet werden.

Materialien

Becherglas (100 mL), pH-Meter

Chemikalien

Magnesiumhydroxid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Magnesiumhydroxid

Durchführung

Es wird eine gesättigte Magnesiumhydroxid-Lösung angesetzt. Anschließend wird der pH-Wert der Lösung gemessen.

Beobachtung

In der Lösung ist ein deutlicher Niederschlag zu erkennen. Der pH-Wert beträgt 10,35.

Abbildungen

  • Abb. 1: schematischer Versuchsaufbau

Deutung

Unter Einbeziehung der stöchiometrischen Beziehungen im Lösungsgleichgewicht der Hydroxide können die entsprechenden Löslichkeitsprodukte über den pH-Wert berechnet werden:

Mg(OH)2 (s) ⇌ Mg2+<(aq) + 2 OH-(aq)

KL(Mg(OH)2)   =   [OH-]2 · [Mg2+] = [OH-]2 · 1/2 · [OH-] = 1/2 · [OH-]3
[OH-]   =   10-pOH = 10-(14 - pH) = 10-14 + 10,35 = 10-3,65 = 2,24 · 10-4 mol/L

Es ergibt sich demnach:

KL(Mg(OH)2)   =   1/2 · (2,24 · 10-4 mol/L)3 = 5,62 · 10-12 mol3/L3

Der Literaturwert liegt vergleichweise bei:   8,9 · 10-12 mol3/L3.

Entsorgung

Die Lösung kann im Abwasser entsorgt werden. Es muss mit viel Wasser nachgespült werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch sollte in Kombination mit der Berechnung des Löslichkeitsproduktes über die Nernst-Gleichung durchgeführt werden. Beide Rechnungen sind üblich für die Ermittlung des Löslichkeitsproduktes und sollten bekannt sein.

Literatur

R. Herbst-Irmer, Anorganisch-Chemisches Praktikum, Praktikumsskript 2013, Georg-August Universität Göttingen, S. 157.