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Ziel des Versuchs Durch Chromatographie werden mit einem Filterpapier und Ethanol werden die Pflanzenfarbstoffe getrennt.

Vorbemerkung

SuS führen eine Chromatographie des Pflanzensaftes auf einem Filterpapier mit Ethanol als Laufmittel durch. Dabei werden die Pflanzenfarbstoffe aufgetrennt.

Materialien

Filterpapier, Geldstück, Blatt einer Pflanze, Becherglas, Bleistift, evtl. Tesafilm

Chemikalien

Ethanol

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Ethanol H225, H319 P210, P240, P305+P351+P338, P403+P233 GHS02 GHS07

Durchführung

Das Filterpaper wird so zugeschnitten, dass es in das Becherglas passt. Das obere Ende wird so gefaltet, dass es über einem Bleistift in das Becherglas gehängt werden kann. Es kann auch mit einem Streifen Tesafilm fixiert werden. Ein Pflanzenblatt (hier werden Birkenblätter verwendet) wird mithilfe eines Geldstücks auf den unteren Bereich des Filterpapiers gerieben, sodass der Saft austritt. In das Becherglas wird Ethanol bis auf eine Höhe von etwa 5 mm gefüllt und das Filterpapier hinein gehängt.

Beobachtung

Im Verlauf des Versuchs diffundiert das Ethanol an das obere Ende des Filterpapiers und trennt dabei die Pflanzenfarbstoffe auf. Es entsteht ein gelblicher Bereich weiter unten auf dem Filterpapier und ein grüner Bereich weiter oben.

Abbildungen

  • Abb. 1: Ergebnis der Chromatographie

Deutung

Die Pflanzenfarbstoffe weisen eine unterschiedliche Löslichkeit in Ethanol auf. Die grünen Chlorophyllmoleküle werden gut gelöst und von dem Laufmittel weit getragen, während sich die gelblichen Karotinoide nicht so gut lösen und nicht so weit getragen werden.

Entsorgung

Die Entsorgung des Filterpapiers erfolgt im Feststoffabfall. Flüssigkeiten können im Ausguss entsorgt werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

SuS können hier die Löslichkeit als Eigenschaft zur Stofftrennung kennen lernen. Für den NaWi Unterricht kann er als fächerübergreifenden Ansatz zur Biologie genutzt werden. SuS können außerdem sehen, dass sich Farben aus verschiedenen Einzelfarben zusammensetzen. Es können auch Ergebnisse von verschiedenen Pflanzen verglichen werden. Besonders interessant ist dieser Versuch zur Herbstzeit, wenn die Blätter bunter sind.

Literatur

Young, K. R., Rakola, M., & Pannor, S. (2015). Mach mit!: 50 geniale Experimente für verrückte Wissenschaftler! S. 15. National geographic kids. Stuttgart: Panini.