Speiseeis mit flüssigem Stickstoff
von Marlene Eberl
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird mit flüssigem Stickstoff Speiseeis, welches unter Beachtung einiger Faktoren gegessen werden kann.
Vorbemerkung
In diesem Versuch wird mit flüssigem Stickstoff Speiseeis hergestellt. Der Versuch verdeutlicht den Schülern und Schülerinnen zum Einen die kühlende Eigenschaft des flüssigen Stickstoffs und zum Anderen eine Anwendungsmöglichkeit. Wichtig zu beachten ist, dass ausschließlich Geräte verwendet werden, die nicht dem Labor entstammen damit das Eis nach der Herstellung auch verzehrt werden kann. Darüber hinaus sollte dieser Versuch nur mit sehr zuverlässigen und experimentell geübten Schülern und Schülerinnen durchgeführt werden, da bei der Handhabung von flüssigem Stickstoff einige Sicherheitsrichtlinien zu beachten sind, denn es besteht auf Grund der extrem niedrigen Temperaturen Erfrierungsgefahr.
Materialien
Dewar-Gefäß, große Rührschüssel (möglichst Metall), Pürierstab oder Mixer, Schneebesen
Chemikalien
flüssiger Stickstoff, süße Sahne (1 L), Zucker, Früchte (z.B. Erdbeeren, 1 kg)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Stickstoff | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Zuerst werden die Früchte püriert und mit der Sahne vermengt. Nach kurzem Rühren wird so viel Zucker hinzugegeben, dass die Masse leicht übersüß schmeckt. Anschließend wird unter kräftigem Rühren vorsichtig nach und nach flüssiger Stickstoff hinzugegeben bis die Masse die gewünschte Konsistenz aufweist.
Beobachtung
Die Eismasse wird mit Zunahme der Menge des flüssigen Stickstoffs kälter und fester.
Abbildungen
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Abb. 1: Verschiedene Stadien der Eisherstellung -
Abb. 2: Verschiedene Stadien der Eisherstellung -
Abb. 3 Verschiedene Stadien der Eisherstellung
Deutung
Die Herstellung des Eises erfolgt nach folgender „Reaktionsgleichung“:
Erdbeeren + Sahne + Zucker + flüssiger Stickstoff → Erdbeereis und Luft
Entsorgung
Der restliche Stickstoff kann im Freien auf den Boden geschüttet werden wo er verdampft [gut verteilen; besser nicht bei Stein- oder Holzböden!].
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieses Experiment bietet sich vor allem im Sommer oder kurz vor den Ferien als kleines „Highlight“ an und kann sehr gut als Showexperiment verwendet werden. Es sollte aber unbedingt darauf geachtet werden ihn nicht in den Chemieräumen und nur mit Haushaltsgeräten durchzuführen, damit das Eis hinterher auch wirklich gegessen werden kann.
Literatur
P. Wich, http://www.experimentalchemie.de/versuch-037.htm (zuletzt aufgerufen am 13.08.2014, 22:01 Uhr).