Bildung von Zinksulfid
von Anonym_4
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Aktivierungsenergie für die Bildung von Zinksulfid in Form von Wärmeenergie aufgewendet.
Vorbemerkung
Die Bildung von Zinksulfid kann erst durch das Überwinden der Energiebarriere durch das Bereitstellen von Energie in Form von Wärmeenergie ablaufen. In diesem Versuch wird somit eine andere Energieform als Aktivierungsenergie genutzt. Es wird gezeigt, dass bereits eine geringe Aktivierungsenergie ausreichend ist, um eine starke exotherme Reaktion ablaufen zu lassen.
Materialien
Brenner, Keramikfaserplatte, Blatt Papier, 2 Haushaltssiebe, Eisendraht, Becherglas
Chemikalien
6,5 g Zinkpulver, 3,2 g Schwefel
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Zink Pulver | H410 | – |
|
| Schwefel Blüte | H315 | – |
|
Durchführung
Der Versuch ist unter dem Abzug durchzuführen. Das Zinkpulver und der Schwefel werden aus verschiedenen Sieben in aufeinander folgenden Schichten auf ein Blatt Papier gesiebt und anschließend in einem Becherglas vermengt. Das Gemenge wird dann auf die Keramikfaserplatte gegeben. Der Eisendraht wird mit dem Bunsenbrenner zum Glühen gebracht und in das Gemenge gehalten.
Beobachtung
Nach einigen Sekunden zündet das Gemenge heftig mit grüner Flamme unter starker Rauchentwicklung.
Abbildungen
-
Abb. 1: Reaktion von Zinkpulver und Schwefel durch Aktivierung mit einem glühenden Eisendraht
Deutung
Durch den glühenden Eisendraht wird die Reaktion von Zink und Schwefel aktiviert, sodass der "Energieberg" überwunden wird und Zink(II)-sulfid entsteht.
Entsorgung
Das Zinksulfid wird in die anorganischen Schwermetallabfälle gegeben.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Versuch „Bildung von Zinksulfid“ ist ein Experiment zur Demonstrierung der Aufwendung der Aktivierungsenergie durch Zugabe von Wärme. Alternativ kann der Thermitversuch durchgeführt werden. Dieser Versuch kann als Einstieg in den Themenbereich Katalysatoren verwendet werden.
Literatur
W. Wagner, http://daten.didaktikchemie.unibayreuth.de/experimente/standard/y_zinksulfid.htm, 19.01.2012 (zuletzt abgerufen am 12.08.2014 um 09:38 Uhr)