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Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird zunächst Kohlenstoffdioxid hergestellt, um anschließend die Dichte mithilfe der sogenannten Kerzentreppe zu veranschaulichen. Hierbei wird vorausgesetzt, dass die Schüler_innen die Zusammensetzung der Luft kennen und wissen, dass Verbrennungsvorgänge durch Sauerstoff gefördert wird.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird zunächst Kohlenstoffdioxid hergestellt, um anschließend die Dichte mithilfe der sogenannten Kerzentreppe zu veranschaulichen. Hierbei wird vorausgesetzt, dass die Schüler*innen die Zusammensetzung der Luft kennen und wissen, dass Verbrennungsvorgänge durch Sauerstoff gefördert werden.

Materialien

Duran-Reagenzglas, rechtwinkliges Glasröhrchen mit Stopfen, Gasbrenner, pneumatische Wanne, zwei Teelichter, Spatel, Stativ mit Klemme

Chemikalien

Natriumhydrogencarbonat

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Natriumhydrogencarbonat
Natriumcarbonat Monohydrat H319 GHS07
Kohlenstoffdioxid H280 P410+P403 GHS04

Durchführung

Das Duran-Reagenzglas wird mit 4 Spatellöffeln Natriumhydrogencarbonat befüllt und horizontal an einem Stativ befestigt. Dieses wird dann mit dem rechtwinkligen Glasröhrchen mit Stopfen verschlossen und das andere Ende des Glasröhrchens führt in eine pneumatische Wanne. Zwei Kerzen werden angezündet und in die Wanne gelegt, wobei eine der Kerzen etwas höher positioniert wird (einen Sockel unter die Kerze stellen). Das Natriumhydrogencarbonat wird nun mit dem Gasbrenner erhitzt und die Beobachtung notiert.

Beobachtung

Im Laufe der Zeit erlischt zuerst die Kerzenflamme der am Wannenboden befindlichen Kerze. Nach einiger Zeit erlischt dann auch die zweite Kerze, die eine erhöhte Position einnahm. Es bilden sich Tropfen an der Innenwand des Duran-Reagenzglases.

Abbildungen

  • Abb. 1: Versuchsaufbau zur Dichte von Kohlenstoffdioxid

Deutung

Durch das Erhitzen von Natriumhydrogencarbonat zerfällt dieses in Natriumcarbonat, Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das bei der Verbrennungsreaktion entstehende Kohlenstoffdioxid gelangt über das Glasröhrchen in die pneumatische Wanne. Da das Kohlenstoffdioxid eine größere Dichte besitzt als die Hauptbestandteile der Luft (Sauerstoff und Stickstoff), sammelt sich das Kohlenstoffdioxid-Gas am Boden der pneumatischen Wanne, steigt langsam nach oben und verdrängt den Sauerstoff, welcher das Brennen der Kerzen unterstützt. Durch den Sauerstoffmangel erlischt zuerst die untere Kerze, dann die obere.

Entsorgung

Die Enstorgung des Natriumcarbonats erfolgt mit viel Wasser über den Ausguss.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Anhand dieses Versuchs kann der Kohlenstoffdioxid-Feuerlöscher und dessen Handhabung thematisiert werden. Des Weiteren kann aus dem Haushalt Kaisernatron verwendet werden, da dieses Natriumhydrogencarbonat enthält. Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn ein normales Reagenzglas eingesetzt wird, da für dieses die Gefahr besteht, bei zu starkem Erhitzen zu zerspringen. Alternativ kann auf die Synthese von Kohlenstoffdioxidgas verzichtet werden und dieses über eine Gasflasche direkt in die pneumatische Wanne eingeleitet werden.

Literatur

Blume, R. (3. Juni 2003). Prof. Dr. Blumes Medienangebot - Chemie für Grundschule und Chemie-Eingangsunterricht - Versuche. Abgerufen am 4. Juli 2015 von http://www.chemieunterricht.de/dc2/grundsch/versuche/gs-v-136.htm