Autokatalyse bei der Permangant- und Oxalsäure-Oxidation
von Kristina Breithaupt
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die autokatalytische Reaktion von der Permanganat- und Oxalsäure-Oxidation gezeigt. Als Vorwissen wird bei den Schülerinnen und Schüler die Aktivierungsenergie benötigt und die Funktionsweise eines Katalysators. Dieser Versuch soll den Schülerinnen und Schüler zweigen, dass Zwischenstufen einer chemischen Reaktion ebenfalls eine katalytische Wirkung auf eine Umsetzungsreaktion haben und die Katalysatoren nicht immer von außerhalb zugeführt werden müssen.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Oxalsäure-2-H2O | H312, H302 | – |
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| Kaliumpermanganat | H272, H302, H410 | – |
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| Schwefelsäure konz. | H314 | – |
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| Kohlenstoffdioxid | H280 | P410+P403 |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Autokatalytische Reaktion von Kaliumpermanganat mit Oxalsäure, braune Färbung (v.l.n.r.: Vergleichsglas, dann Reagenzgläser 1-5) -
Abb. 2: Ende der Autokatalyse von Kaliumpermanganat mit Oxalsäure, Farblosigkeitsverlauf (v.l.n.r.: Vergleichsglas, dann Reagenzgläser 1-5)
Deutung
Die violette Färbung im Vergleichsglas ist durch das Kaliumpermanganat bedingt. Die braune Farbe der Lösungen 2-5 in der Abbildung 1 kommt durch Manganoxid, das auch Braunstein genannt wird, zustande. In Abbildung 2 sind die Lösungen 1-5 als farblos zu erkennen. Dies zeigt das Ende der Oxidationsreaktion von Kaliumpermanganat mit Oxalsäure an.
Das immer kürzer werdende Zeitintervall der Entfärbung ist dadurch bedingt, dass die Mn2+-Ionen die Reaktion katalysieren. Je mehr Mn2+-Ionen, die aus dem Mangansulfat stammen, vorhanden sind, desto schneller verläuft die Reaktion. Das Reagenzglas 1 benötigt die längste Zeit zur Entfärbung, da hier im Vorfeld keine Mn2+-Ionen in Form von Mangansulfat hinzugefügt wurden. Dort muss die Reaktion bis zur Bildung von Mn2+-Ionen ablaufen und erst diese gebildeten Ionen katalysieren die Reaktion. Der Braunstein ist ein stabiles Zwischenprodukt, wird im Verlauf der Reaktion gebildet und wieder umgesetzt. Damit die Reaktion nicht auf der Stufe des Braunsteins stehen bleibt, wurde mit Schwefelsäure angesäuert, da die Oxidation vom Permanganat-Ion bis zum Mangan-Ion im sauren Bereich stattfinden kann.
Wortgleichung:
Oxalsäure + Kaliumpermanganat + Protonen → Kohlen- stoffdioxid + Mangan-Ionen +Wasser
Teilgleichungen:
Oxidation: COOH-COOH → 2 CO2 + 2 e- + 2 H+
Reduktion: 2 MnO4- + 16 H+ + 10 e- → 2 Mn2+ + 8 H2O
Gesamt Redoxgleichung
5 COOH-COOH + 2 MnO4-(aq) + 6 H+(aq) ⇌ 10 CO2 (g) + 2 Mn2+(aq) + 8 H2O(l)
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch demonstriert, dass bei Reaktionen auch Katalysatoren während der Reaktion gebildet werden können. Diese besondere Form wird auch als Autokatalyse bezeichnet. Das Arbeiten unter einem Abzug ist zwingend notwendig, da Mangansulfat bei längerer und wiederholter Exposition Gesundheitsschäden verursacht. Dazu wird ein Fachraum mit mehreren Abzügen benötigt. Die Schülerinnen und Schüler führen den Versuch als eine Gruppe von ca. fünf Personen durch, wobei immer zwei SchülerInnen-Gruppen parallel in einem Abzug arbeiten können. Daher werden drei Abzüge im Fachraum benötigt.
Eine Alternative wäre, dass die Lösungen von der Lehrperson angesetzt werden und Reagenzglasständer vorbereitet werden, sodass die Schülerinnen und Schüler nur noch das Mangansulfat zugeben müssen, ihre Beobachtung notieren und anschließend alle Reagnezglasständer unter dem Abzug aufgebwahrt werden, damit die Exposition nicht schädlich ist.
Die vorsichtige Handhabung von Schwefelsäure und Oxalsäure ist ebenfalls zu erwähnen. In diesem Versuch soll nicht auf den erweiterten Redoxbegriff eingegangen werden, da dieser erst in den höheren Klassenstufen thematisiert wird. Daher ist hier eine didaktische Reduktion in der Art angebracht, dass eine Verbindung, die in diesem Fall das Endprodukt der Reaktion ist, den Verlauf der Reaktion offenbar beschleunigt.