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Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird gezeigt, dass das Vermengen von 2 Salzen eine Temperaturerniedrigung bewirken kann.

Vorbemerkung

Soll der Versuch rein qualitativ durchgeführt werden, kann je eine Spatelspitze der beiden Salze verwendet werden.

Materialien

Becherglas, Rührstab, Thermometer, Waage, Spatel (wahlweise isoliertes Reaktionsgefäß)

Chemikalien

Zinksulfat, Kaliumchlorid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Zinksulfat-1-H2O H302, H318, H410 GHS05 GHS07 GHS09
Kaliumchlorid

Durchführung

In ein Becherglas werden 8,6 g Zinksulfat und 4,4 g Kaliumchlorid eingewogen. Die Salze sollten leicht zerdrückt werden, falls sie klumpig vorliegen. Eine Minute und eine halbe Minute ehe das Gemisch mit dem Rührstab gemischt wird, wird die Temperatur notiert. Sobald zu Rühren begonnen wird, soll die Temperatur alle 30 s gemessen werden. Anschließend wird eine Temperatur-Zeit-Kurve angefertigt.

Beobachtung

Die beiden Salze werden durch das Rühren zunehmend breiartig. Die gemessene Temperatur sinkt erst relativ schnell und steigt dann langsam wieder an.

Deutung

Zum Auflösen der Molekülstruktur (Kristallgitter) wird Energie benötigt. Diese wird der Umgebung in Form von Wärmeenergie entzogen.

Entsorgung

Das Produkt wird im Behältnis für schwermetallhaltige Abfälle entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Wird dieser Versuch in Klasse 9/10 durchgeführt, muss die Deutung weitere Aspekte enthalten. Die Ionen der Salze lösen sich teilweise im freiwerdenden Kristallwasser, wobei Hydratationsenergie, in Form von Wärmeenergie, frei wird. Die für den Lösungsvorgang der Kristallgitter benötigte Energie wird als Gitterenergie bezeichnet. Sie ist wesentlich größer, als die Hydratationsenergie, wodurch die Gesamtreaktion endotherm ist.

Literatur

H. Schmidkunz, Chemische Freihandversuche, Kleine Versuche mit großer Wirkung, Aulis Verlag, 2011, S. 110.