Austreiben von Ammoniak
von Ansgar Misch
Ziel des Versuchs Ammoniak wird aus seinen Verbindungen freigesetzt und durch die Blaufärbung von Indikatorpapier nachgewiesen.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ammoniumchlorid | H302, H319 | – |
|
| Ammoniaklösung 5 - 10% | H314, H335, H400 | – |
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| Natriumhydroxid | H314 | – |
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Durchführung
In ein Becherglas wird etwas Ammoniaklösung gegeben. Mit etwas demin. Wasser wird ein Stück Universalindikatorpapier auf der Unterseite eines Uhrglases angeheftet. Nun wird das Uhrglas mit dem Indikatorpapier nach unten auf das Becherglas gelegt.
In ein zweites Becherglas wird etwas Ammoniumchlorid gegeben. Nun gibt man ein bis zwei Plätzchen Natriumhydroxid hinzu und feuchtet etwas mit demin. Wasser an. Auf dieses Becherglas wird nun ebenfalls ein Uhrglas gelegt, an das wie oben beschrieben ein Stück Universalindikatorpapier angeheftet wurde.
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Zwei Bechergläser mit den zu untersuchenden Substanzen werden mit Uhrgläsern abgedeckt, an deren Unterseite Universalindikatorpapier befestigt wurde (Skizze).
Deutung
Das Indikatorpapier zeigt über beiden Proben eine Blaufärbung, was darauf schließen lässt, dass eine alkalisch wirkende Substanz zum Uhrglas aufgestiegen ist. Bei dieser Substanz handelt es sich um Ammoniak, der aus den Lösungen in den gasförmigen Zustand übergeht und nach oben steigt.
Am angefeuchteten Indikatorpapier findet eine Reaktion des Ammoniaks mit Wasser statt, die die zur Blaufärbung führenden Hydroxidionen freisetzt:
NH3 + H2O → NH4+ + OH-
Aus Ammoniumchlorid wird Ammoniak durch Natriumhydroxid ausgetrieben.
NH4Cl + NaOH → NH3 + NaCl + H2O
Der bei dieser Reaktion gebildete Ammoniak geht analog zum oben dargestellten Vorgang in die Gasphase über und reagiert schließlich am angefeuchteten Indikatorpapier.