Oberflächenspannung des Wassers
von Anne Steinkuhle
Ziel des Versuchs Die Oberflächenspannung des Wassers wird durch eine auf der Wasseroberfläche liegende Büroklammer demonstriert. Tenside zerstören die Oberflächenspannung.
Vorbemerkung
Wasser hat eine Haut! Die Oberflächenspannung des Wassers beruht Wechselwirkungen zwischen den Wassermolekülen. Mit Hilfe einer Büroklammer kann demonstriert werden, welches Gewicht die Wasseroberfläche tragen kann. Durch Seifen wird die Oberflächenspannung herabgesetzt und die Büroklammer sinkt zu Boden. SuS kann hierdurch die Wirkung von Tensiden als Hinführung zu Emulsionen demonstriert werden.
Materialien
Erlenmeyerkolben, Büroklammer
Chemikalien
destilliertes Wasser, Spülmitte
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Spülmittel | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Der Erlenmeyerkolben wird mit Wasser gefüllt, bis sich eine Wasserkuppel über den Rand des Kolbens wölbt. Dann wird eine Büroklammer vorsichtig auf die Oberfläche des Wassers gelegt. Anschließend wird etwas Spülmittel hinzugefügt.
Beobachtung
Die Büroklammer kann auf der Wasseroberfläche schwimmen. Dabei wird die Oberfläche des Wassers leicht von dem Gewicht der Büroklammer nach unten gewölbt. Wird Spülmittel hinzugefügt, so sinkt die Büroklammer zum Boden des Erlenmeyerkolbens.
Deutung
Intermolekulare Wechselwirkungen, die sogenannten Wasserstoffbrückenbindungen, bilden sich zwischen dem partiell negativ geladenen Sauerstoffatom und dem partiell positiv geladenen Wasserstoffatom des Dipols Wasser aus. Im Inneren der Flüssigkeit wirken die anziehenden Kräfte in alle Richtungen gleichermaßen, an der Oberfläche hingehen wirken nur nach innen gerichtete Kräfte. Daher hat Wasser das Bestreben, seine Oberfläche möglichst stark zu verringern. Eine Art "Haut" ist aus der Oberfläche des Wassers zu erkennen. Diese kann sogar fache Gegenstände tragen, die eine größere Dichte, als das Wasser haben, wie beispielsweise die Büroklammer. Spülmittel als Tensid bildet eine dünne Schicht auf der Wasseroberfläche und setzt dadurch die Oberflächenspannung des Wassers herab. Dis geschieht, indem die Wechselwirkungen innerhalb der Wassers und an der Oberfläche nun gleichmäßig verteilt sind. Die Büroklammer sinkt aufgrund der höheren Dichte zu Boden.
Entsorgung
Die Chemikalien können über den Abfluss entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Versuch ist neben V 5 gut für die Einführung der Wirkung von Tensiden im Rahmen von Stoffgemischen und Stofftrennung zu verwenden. In diesem Rahmen kann auf vereinfachtem Niveau verständlich gemacht werden, dass Wasser eine hohe Oberflächenspannung besitzt, die durch Tenside herabgesenkt wird. Die Chemikalien sind ungefährlich und die Versuchsdurchführung sehr einfach, sodass der Versuch gut von Experimentieranfängern durchgeführt werden kann.
Literatur
Löwenzahn Classics 129, Peter schäumt, http://www.youtube.com/watch?v=x12Vt6LzDVA, (Zuletzt abgerufen am 25.07.2013 um 10:05 Uhr)