Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in Wasser
von Hendrik Schöneich
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Löslichkeit von Kohlenstoffdioxidgas in Wasser dargestellt, wobei zwei Brausetabletten nacheinander in einem umgedrehten und mit Wasser gefüllten Standzylinder gegeben werden und das Gasvolumen jeweils markiert wird.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Brausetablette | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Standzylinder nach zweiter Brausetablette
Deutung
NaHCO3 (s) + H2O (l) → HCO3- (aq) + Na+ (aq)
C4H6O6 (s) +H2O (l) → H3O + (aq) +C4H5O6- (aq)
Dann reagiert das Hydrogencarbonat mit dem Oxoniumion zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das entstehende Kohlenstoffdioxidgas steigt zum Teil auf und verdrängt Wasser aus dem Standzylinder, während der andere Teil sich im Wasser löst. Bei der zweiten Brausepulvertablette wird mehr Wasser verdrängt, weil im Wasser bereits Kohlenstoffdioxid gelöst ist und sich nicht mehr so viel Kohlenstoffdioxid lösen kann wie bei der ersten Tablette.
HCO3- (aq) + H3O + (aq) ⇄ CO2 (g) + 2 H2O (l)
Darauf, dass das Lösen von Kohlenstoffdioxid ein Gleichgewicht ist, kann erst in der Oberstufe eingegangen werden und auch auf di Benennung als Neutralisationsreaktion wird verzichtet, da Säure-Base-Reaktionen erst in Klasse 9/10 thematisiert werden. Für SuS der Klassen 7/8 ist es ausreichend, eine Wortgleichung für das Lösen von Kohlenstoffdioxid in Wasser aufzustellen und zu thematisieren, dass auch die Produkte (hier: Kohlenstoffdioxid) bei manchen Reaktionen zurück in die Edukte (hier: Hydrogencarbonat und Oxoniumionen) umgewandelt werden können. Die Verschiebung des Gleichgewichts nach dem Prinzip von Le Chatelier wird aber nicht thematisiert, weil dies erst in der Oberstufe behandelt wird.