Kristalle züchten
von Anna Hille
Ziel des Versuchs Der Versuch verdeutlicht den Ionengitter Aufbau von Salzen. Bei dem Versuch werden aus einer Kupfersulfatlösung blaue Kupfersulfatkritstalle gebildet und aus einer rotes Blutlaugensalzlösung rote Blutlaugensalzkristalle.
Vorbemerkung
Der Versuch verdeutlicht den Ionengitter Aufbau von Salzen. Bei dem Versuch werden aus einer Kupfersulfatlösung blaue Kupfersulfatkritstalle gebildet und aus einer rotes Blutlaugensalzlösung rote Blutlaugensalzkristalle. Die SuS sollten den Aufbau von Salzen als Ionengitter bereits kennen.
Materialien
Becherglas 100 ml, Becherglas (250 ml), kleines Steinchen, Dreifuß mit Drahtnetz, Brenner, Glasrührstab
Chemikalien
Kaliumhexacyanoferrat(III) (rotes Blutlaugensalz) , Kupfersulfat , demineralisiertes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kaliumhexacyanoferrat(III) | – | – | – |
| Kupfer(II)-sulfat wasserfrei | H302, H319, H315, H410 | – |
|
Durchführung
In das 100 ml Becherglas werden 30 ml dest. Wasser gegeben und auf 60 °C erhitzt. Danach wird 10 g rotes Blutlaugensalz in das Wasser gegeben und vollständig gelöst. Anschließend wird ein kleiner Stein als Kristallisationskeim in die Lösung gegeben und das Becherglas erschütterungsfrei an einen kühlen Ort gestellt (am besten über Nacht). In das 250 ml Becherglas werden 50 ml dest. Wasser gegeben, auf 60 °C erhitzt und anschließend 15 g Kupfersulfat in dem Wasser vollständig gelöst und weiter wie mit der Blutlaugensalzlösung verfahren.
Beobachtung
Nach 24 h haben sich in der Blutlaugensalzlösung rote Kristalle und in der Kupfersulfatlösung blaue Kristalle gebildet.
Abbildungen
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Abb. 1: Kupfersulfatkristall -
Abb. 2: Roter Blutlaugensalzkristall
Deutung
Die Löslichkeit der beiden Salze nimmt mit steigender Temperatur deutlich zu. Beim Abkühlen wird die Löslichkeit unterschritten und die Salze kristallisieren aus.
Entsorgung
Anorganische Abfälle mit Schwermetallen
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Versuch kann als Bestätigungsexperiment im Unterricht eingesetzt werden.
Literatur
Schmidkunz, H., & Rentzsch, W. (2011). Chemische Freihandversuche. Köln: Aulis Verlag.