Löslichkeit verschiedener Alkohole in Wasser und n-Octan
von Anonym_4
Ziel des Versuchs Mit diesem Versuch soll die Molekülstruktur von Alkoholen geklärt werden.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Methanol | H225, H331, H311, H301, H370 | – |
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| Ethanol 98% | H225 | – |
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| 2-Propanol | H225, H319, H336 | – |
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| 1-Butanol | H226, H302, H335, H315, H318, H336 | – |
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| 1-Pentanol | H226, H332, H335, EUH066 | – |
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| 1-Octanol | H315, H319 | P305+P351+P338 |
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| n-Octan | H225, H304, H315, H336, H410 | – |
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Durchführung
Beobachtung
Methanol, Ethanol und Propan-2-ol mischen sich vollständig in Wasser. Butan-1-ol, Pentan-1-ol, Hexan-1-ol und Octan-1-ol mischen sich nicht vollständig in Wasser. Es ist sind zwei Phasen sichtbar.
Methanol mischt sich nicht vollständig mit n-Octan, sondern bildet zwei Phasen. Dagegen lösen sich die übrigen Alkohole Ethanol, Propan-2ol, Butan-1-ol, Pentan-1-ol, Hexan-1-ol und Octan-1-ol vollständig in n-Octan.
Abbildungen
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Abb. 1: Löslichkeit verschiedener Alkohole in Wasser: 1) Methanol, 2) Ethanol 3) Propan-2-ol, 4) Butan-1-ol, 5) Pentan1-ol, 6) Hexan-1-ol, 7) Octan-1-ol -
Abb. 2: Löslichkeit verschiedener Alkohole in n-Octan: 1) Methanol, 2) Ethanol 3) Propan-2-ol, 4) Butan-1-ol, 5) Pentan-1-ol, 6) Hexan-1-ol, 7) Octan-1-ol
Deutung
Mit zunehmender Länge der Kohlenstoffketten nimmt die Löslichkeit der Alkohole in polaren Lösungsmitteln wie Wasser ab und in unpolaren Lösungsmitteln wie n-Octan zu. Die Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln nimmt mit zunehmender Kohlenstoffkettenlänge ab, da der Anteil der unpolaren Alkylkette überwiegt und somit der Anteil an van-der-Waals-Wechselwirkungen größer ist als der Anteil der polaren Hydroxylgruppen und der ausgebildeten Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Wassermolekülen und den Hydroxylgruppen der Alkohole. Ab Butanol reicht die Polarität für das Lösen in polaren Lösungsmitteln nicht mehr aus.
Bei Methanol verhält es sich beim Lösen in unpolaren Lösungsmitteln umgekehrt: Die kurze Alkylkette kann nicht genügend van-der-Waals-Wechselwirkungen mit n-Octan-Molekülen eingehen, so dass zwei Phasen im Reagenzglas zu erkennen sind.
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Der Versuch „Löslichkeit verschiedener Alkohole in Wasser und n-Heptan“ sollte in einer der ersten Unterrichtsstunden der Einheit durchgeführt werden, um die Molekülstruktur der Alkohole von den SuS erarbeiten zu lassen. Wichtig ist es, den SuS nach der Durchführung die Strukturformeln vorzugeben, damit sie anhand ihrer Vorkenntnisse die Lipophilie und/oder Hydrophilie erklären können.
Um die Effektstärke des Versuchs zu erhöhen, sollten die Lösungsmittel Wasser und n-Octan angefärbt werden, damit die Phasentrennung deutlicher hervortritt. Für Wasser kann Methylenblau und für n-Octan kann Sudanrot verwendet werden.