Antimikrobielles Nanosilber
von Isabel Großhennig
Ziel des Versuchs Die Silber-Ionen des Niveau-Silver-Protect Deos stören den Stoffwechsel der geruchsbildenden Bakterien. Damit wird verhindert, dass die für die Geruchsbildung verantwortlichen Substanzen gebildet werden.
Vorbemerkung
Die Silber-Ionen des Nivea-"Silver-Protect"-Deos stören den Stoffwechsel der geruchsbildenden Bakterien. Damit wird verhindert, dass die für die Geruchsbildung verantwortlichen Substanzen gebildet werden.
Materialien
Erlenmeyerkolben, Magnetrührer mit Heizplatte und Rührfisch, 2 Petrischalen
Chemikalien
Agar-Agar, Nivea-"Silver-Protect" Deo, demineralisiertes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Agar-Agar | – | – | – |
Durchführung
2 g Agar-Agar werden in 200 mL demineralisiertem Wasser aufgekocht und in Petrischalen gegossen. Eine der Agarplatten wird mit Nivea-"Silver-Protect"-Deo besprüht und mit Mikroorganismen in der Umgebung in Kontakt gebracht (hier Türgriffe). Die Platten werden drei Tage bei Raumtemperatur gelagert.
Beobachtung
Die Platten zeigen im Vergleich zum ersten Tag keine Veränderung. (Normalerweise hätte beobachtet werden müssen, dass auf der Agarplatte, die mit dem Deo besprüht wurde, weniger Mikroorganismen wachsen als auf der Platte, die nicht besprüht wurde.)
Abbildungen
-
Abb. 1: Agarplatten am ersten Tag
Deutung
Vermutlich hat die Zeit der Inkubation nicht ausgereicht oder die Raumtemperaturen waren zu niedrig. Zudem ist es möglich, dass dir Türgriffe kürzlich gereinigt wurden und zu wenige Mikroorganismen an der Türklinke vorhanden waren. Normalerweise schädigt das Nivea-"Silver-Protect"-Deo den Stoffwechsel der Bakterien, daher müssten auf der besprühten Platte weniger Mikroorganismen überleben als auf der nicht besprühten Platte.
Entsorgung
Der Agar kann im Feststoffabfall entsorgt werden, die Petrischalen können gesäubert und wiederverwendet werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Mit diesem Versuch kann gut festgestellt werden, wo Mikroorganismen leben. Dazu können die Agarplatten mit Wasserhähnen, Fahrradlenkern, Tastaturen usw. in Kontakt gebracht werden.
Literatur
vgl. R. Herbst-Irmer, Skript zum anorganisch-chemischen Praktikum für Lehramtskandidaten Zusatztag Nanoversuche, 2012, S. 9.