Modifikationen des Schwefels
von Carolin Schilling
Ziel des Versuchs Der Versuch zeigt die verschiedenen Modifikationen von Schwefel
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Schwefel Blüte | H315 | – |
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| Schwefeldioxid | H331, H314 | – |
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Durchführung
Schwefelpulver wird ca. 3 cm hoch in das Reagenzglas eingefüllt und mithilfe der Holzklemme vorsichtig über der leuchtenden Flamme des Gasbrenners erhitzt.
Der flüssige Schwefel wird vorsichtig aus dem Reagenzglas in das Wasser gegeben.
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: geschmolzener Schwefel -
Abb. 2: Schwefelschmelze in Wasser
Deutung
Der gelblich-pulvrige Schwefel wird rhombischer Schwefel (auch α-Schwefel) genannt und ist aus ringförmig gewellten S8-Molekülen aufgebaut. Dies ist die bei Raumtemperatur thermodynamisch stabilste Form, wobei Schwefel in einem dicht gepackten, rhombischen Kristallgitter vorliegt. Die Wärmeleitfähigkeit und auch die elektrische Leitfähigkeit sind schlecht, zudem ist er in Wasser nicht löslich.
Der rhombische Schwefel geht beim Erwärmen zwischen 110 und 119 °C in eine gelbe, leichtflüssige Schmelze über und man erhält λ-Schwefel. Erhitzt man weiter, wird die Schmelze orangegelb, ab 159 °C allmählich dickflüssig und bildet bei 200 °C eine dunkelbraune und harzartige Masse, den μ-Schwefel. Dabei lösen sich die ringförmigen S8-Moleküle auf und bilden lange Ketten. Oberhalb von 250 °C nimmt die Zähflüssigkeit ab.
Gießt man die dünnflüssige, gelbe Schmelze in ein Glas mit kaltem Wasser, bilden sich elastische Fäden oder eine gelbbraune, zähe Masse, die als plastischer Schwefel bezeichnet wird. Dieser wandelt sich allmählich wieder in den rhombischen Schwefel zurück.