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Ziel des Versuchs Bei dem Versuch wird die Flammenfärbung verschiedener Stoffe gezeigt. Die Flammenfärbung werden als spezifische Stoffeigenschaften begriffen. An Silvester ergibt sich ein Alltagsbezug.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird gezeigt, dass unterschiedliche Stoffe in der Bunsenbrennenflamme verschiedene Flammenfärbungen zeigen.

Materialien

Bunsenbrenner, 6 Uhrgläser, Magnesiastäbchen

Chemikalien

Lithiumchlorid, Kupfer(II)-chlorid, Natriumchlorid, Calciumchlorid, Borsäure, Strontiumnitrat, Wasser

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Lithiumchlorid wasserfrei H302, H319, H315 P280, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 GHS07
Kupfer(II)-chlorid H302, H319, H315, H410 P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 GHS07 GHS09
Natriumchlorid
Calciumchlorid wasserfrei H319 GHS07
Borsäure H360FD GHS08
Wasser

Durchführung

Auf die Uhrgläser werden jeweils eine Spatelspitze der verschiedenen Salze gegeben. Diese werden mit wenigen Tropfen Wasser befeuchtet. Für jedes Salz wird nun ein Magnesiastäbchen in der Flamme des Bunsenbrenners ausgeglüht, bis die Flamme nicht mehr leuchtet. Das Magnesiastäbchen wird mit einem Salz benetzt und in die Bunsenbrennerflamme gehalten. Die Flamme wird beobachtet. Anschließend wird der genutzte Teil des Magnesiastäbchens abgebrochen oder ein neues genutzt.

Beobachtung

Die Flammen zeigen charakteristische Flammfärbungen:
Lithiumchloridrote Flamme
Kupferchloridgrüne Flamme
Natriumchloridgelbe Flamme
Calciumchloridziegelrote Flamme
Borsäuregrüne Flamme
Strontiumnitratrote Flamme

Abbildungen

  • Abb. 1: Flammenfärbung von Kupfer(II)-chlorid
  • Abb. 2: Flammenfärbung von Strontiumnitrat

Deutung

Die charakteristischen Flammenfärbungen sind auf Elektronenübergänge der jeweiligen Metallatome zurückzuführen. In den Atomen werden Elektronen durch die zugeführte Wärmeenergie angeregt. Diese Energie geben sie in Form von Licht einer bestimmten Frequenz ab. Für die SuS der Jahrgänge 5/6 wird die Flammenfärbung als spezifische Stoffeigenschaft von Metallen dargestellt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch kann in höheren Jahrgangsstufen auch als Schülerversuch durchgeführt und erklärt werden. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 kann er innerhalb der Thematik „Stoffeigenschaften“ genutzt werden. Teilweise sind die Flammenfärbungen nicht eindeutig zu erkennen. Es bietet sich daher an, die Schülerinnen und Schüler für das Experiment an den Experiementiertisch zu bitten. Der Bunsenbrenner kann nicht durch Kerzen ersetzt werden, da die gelbe Farbe der Kerzenflamme die Flammenfärbung meist überdeckt. Die benutzen Magnesiastäbchen werden als anorganische Feststoffe gesammelt und entsprechend entsorgt.

Literatur

[1] K. Häußler, H. Rampf, R. Reichelt, Experimente für den Chemieunterricht – mit einer Einführung in die Labortechnik, Oldenbourg, 2. Auflage, 1995, S. 127f.