Der Höllenstein-Effekt
von Anonym_16
Ziel des Versuchs Die Versuchsbezeichnung bezieht sich darauf, dass ein alter Trivialname des eingesetzten Silbernitrats „Höllenstein“ ist. Alternativ kann auch die Bezeichnung „Sonnenuntergang“ gewählt werden. Der Versuch zeigt, wie sich aus zwei gelösten Salzen bei Zusammengeben ein Feststoff bildet. Dieser ändert charakteristisch und eindrucksvoll seine Farbe, wodurch er gut zu identifizieren ist.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Natriumthiosulfat-5-H2O | – | – | – |
| Silbernitrat | H272, H314, H410 | – |
|
| Silberthiosulfat | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
| Silberthiosulfid | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Reaktion der Silbernitratlösung mit der Natriumthiosulfatlösung.
Deutung
Die Silberionen reagieren mit Thiosulfat zu Silberthiosulfat, das als weißer Feststoff ausfällt:
AgNO3 (aq) + Na2S2O3 (aq) → Ag2S2O3 (s) + 2 NaNO3 (aq)
Anschließend dissoziiert das Silberthiosulfat in Gegenwart von Wasser zu schwarzem Silbersulfid und Schwefelsäure:
Ag2S2O3 (s) + H2O (l) → Ag2S (s) + H2SO4 (aq)
Der Farbübergang kommt durch die schrittweise Dissoziation und die daraus resultierende Konzentrationszunahme des Silbersulfids zustande.