Katalytische Säure-Korrosion von Aluminium
von Dörte Hartje
Ziel des Versuchs In diesem Versuch erleben die SuS die katalytische Säurekorrosion von Aluminium (am Beispiel von Teelichtbehältern und Kupferchlorid bzw. Kupfersulfat)
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Benzin | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
| Kupfer(II)-sulfat-Lösung 0,1 M | H410 | P273, P501 | – |
| Kupfer(II)-chlorid | H302, H319, H315, H410 | P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 |
|
| Natriumchlorid | – | – | – |
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Versuchsbeobachtung „Katalytische Säure-Korrosion von Aluminium“ (nach 20 Minuten): links: Teelichtbehälter mit Wasser, zweiter von links: Teelichtbehälter mit Kupfersulfatlösung, dritter von links: Teelichtbehälter mit Kupferchloridlösung, rechts: Teelichtbehälter mit Natriumchlorid und Kupferchlorid
Deutung
Bei der Reaktion von Aluminium mit Kupferionen findet aufgrund der Passivierungsschicht aus Aluminiumoxid zuerst keine Reaktion statt. Bei Zugabe von Kupfer(II)-chlorid hingegen setzt die Reaktion schnell ein. Die Chloridionen dienen als Katalysator, der die Reaktion beschleunigt. Sie katalysieren die Kupferabscheidung aus einem Salz auf das Aluminium. Die Chloridionen durchdringen das Kristallgitter des Aluminiumoxids und starten damit die Redoxreaktion:
3Cu2+(aq) + 2Al(s) + Cl-(aq) ⇌ 2Cu(s) + 2Al3+(aq) + Cl-(aq)
Somit beschleunigt der Katalysator die Einstellung des chemischen Gleichgewichts. Dies zeigt der Vergleich mit der Kupfersulfatlösung ohne Chloridionen. Auch hier tritt eine Korrosion ein, allerdings deutlich später. Damit wird deutlich, dass Katalysatoren die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen, ohne selbst an der Reaktion teilzunehmen. Die Reaktionsgleichung zeigt, dass die Chloridionen nicht reagiert haben. Sie liegen nach Reaktionsende weiterhin vor.