Neutralisationsenthalpie von Salzsäure und Natronlauge
von Niklas Heier
Ziel des Versuchs Bei verschiedenen chemischen Prozessen ändert sich die Enthalpie des Systems. So auch bei der Neutralisation. Der folgende Versuch zeigt, wie man die Neutralisationsenthalpie von Salzsäure und Natronlauge kalorimetrisch bestimmen kann.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Salzsäure 0,1 M | H290 | – |
|
| Natronlauge 0,1 M | H314 | P280, P305+P351+P338, P310 |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Versuchsaufbau „Kalorimetrie“
Deutung
Bei der Neutralisation laufen folgende Reaktion ab:
HCl(aq) + NaOH(aq) → Na+(aq) + Cl-(aq) + H2O(l)
Um die Neutralisationsenthalpie zu bestimmen, muss zunächst analog zu V1 die Temperaturdifferenz und die Wärmemenge berechnet werden:
∆T = 39,4 K − 25,4 K = 14 K.
Da 100 mL Lösung eingesetzt werden und angenommen wird, dass dies hauptsächlich Wasser ist, ist m(H2O) = 100 g.
Q = −∆T ∙ cp(H2O) ∙ m(H2O) = 14 K ∙ 4,19 Jg-1K-1 ∙ 100 g = −5866,0 J = −5,866 kJ.
Dies entspricht wie in V 1 der Enthalpieänderung, da bei konstantem Druck gearbeitet wird. Um die molare Enthalpie zu bestimmen, muss die Wärmemenge durch die eingesetzte Stoffmenge geteilt werden. 50 mL Salzsäure (c(HCl) = 2 mol/L) enthalten 0,1 mol HCl:
ΔH0 = -(5866,0 J/0,1 mol)= -58,66 kJmol-1
Die Literaturwerte für diese Konzentrationen befinden sich zwischen -58,10 kJmol-1 und -58,94 kJmol-1. Der ermittelte Wert liegt also zwischen den Werten. Hier hat das Kalorimeter gut funktioniert.