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Ziel des Versuchs Polyester sind wichtige Kunststoffe. In diesem Versuch soll einleitend gezeigt werden, wie ein solcher synthetisiert wird.

Vorbemerkung

Polyester besitzen vielfache Anwendungsmöglichkeiten. Sie sind Bestandteil von Kleidungsstücken oder von Kunstharzen. Ein spezielles Vorwissen ist für diesen Versuch nicht notwendig, da an ihm der Mechanismus erklärt werden kann. Jedoch sollten SuS bereits über funktionelle Gruppen (im Speziellen die Carboxyl-Gruppe) Bescheid wissen. Außerdem sollte bekannt sein, dass die Wasserstoffatome durch Halogenide ersetzt werden können.

Materialien

Reagenzglas (klein), Reagenzglashalter, Reagenzglasständer, Glasstab, Brenner

Chemikalien

Glycerin, Adipinsäuredichlorid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Glycerin

Durchführung

Adipinsäuredichlorid wird ca. 1 cm hoch in ein Reagenzglas gegeben und mit 40 Tropfen Glycerin vermischt. Diese Lösung wird vorsichtig für 3 bis 5 Minuten bis zum leichten Sieden erhitzt. Der Glasstab bleibt im Reagenzglas und es wird beobachtet.

Beobachtung

Die Lösung bleibt bräunlich. Beim Abkühlen wird sie klebrig und dann fest.

Abbildungen

  • Abb. 2: Reaktionsmechanismus
  • Abb. 1: der braune Polyester

Deutung

Die Adipinsäure, die hier in Lösung geht, wird mit dem Glycerin verestert, was durch die Hitze initiiert wird. Somit liegt hier eine Veresterung vor. Sie erfolgt nach dem Mechanismus in Abbildung 2.

Dabei ist nur die Reaktion zu einem Monomer gezeigt. Es kann noch weiter darüber diskutiert werden, dass an den restlichen OH-Gruppen die Kondensationsreaktion fortgeführt werden kann.

Entsorgung

Der Kunststoff wird im Werkstoffmüll entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Literatur

H. Keune & R. Kuhnert, Chemische Schulversuche – Teil 4 Halbmikrotechnik, 1968, Volk und Wissen Verlag, S. 194.