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Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt die radikalische Polymerisation von Alkenen

Vorbemerkung

Dieser Versuch zeigt modellhaft einen Ansatz zu Polymerisierung von terminalen Alkenen mit Hilfe eines Radikalstarters. Diese Reaktion dient beispielhaft der Erarbeitung von Polymeren und deren Synthese.

Materialien

Magnetrührer, Erlenmeyerkolben

Chemikalien

Hexen, Wasserstoffperoxid (w=30%)

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Wasserstoffperoxid 30% H302, H318 P280, P305+P351+P338 GHS05 GHS07
1-Hexen H225, H304 P210, P301+P310, P331 GHS02 GHS08

Durchführung

Im Erlenmeyerkolben wird Hexen vorgelegt. Anschließend werden vorsichtig unter Rühren wenige Tropfen Wasserstoffperoxid zugegeben.

Beobachtung

Im Becherglas bilden sich unlösliche, tropfenförmige Abscheidungen.

Abbildungen

  • Abb. 1: Reaktionsmechanismus

Deutung

Die Monomere polymerisieren und werden damit unlöslich. Es entsteht ein Feststoff. Die Reaktion läuft nach folgendem Mechanismus ab, wobei immer wieder Abbruchreaktionen möglich sind (vgl. Abb. 1).

Entsorgung

Das Wasserstoffperoxid kann mit Kaliumpermanganat versetzt werden, um Rückstände zu vernichten. Sollte alles abreagiert haben, kann es mit dem Lösungsmittel in den Sammelbehälter für organische Abfälle zu gegeben werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch kann als Einstieg in die Thematik der Kunststoffe genutzt werden. Vorteilhaft ist es dabei, dass er als Problemversuch genutzt werden kann. Die Ausbeute bei dieser Art von Synthese ist mäßig. Anhand dieses Versuches könnten also Weiterentwicklungen gemacht werden und die SuS andere Synthesewege ausprobieren lassen. Dabei könnte abschließend auf die großtechnische Synthese der Kunststoffe wie PE (Polyethylen) oder PVC (Polyvinylchlorid) eingegangen werden. Zusätzlich kann er als Wiederholung für den Mechanismus der radikalischen Substitution dienen.

Literatur

http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/kunststoffe/polyradi.htm zuletzt abgerufen am 21.8.2014, um19:03 Uhr