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Ziel des Versuchs In diesem Versuch soll durch Mischen der verschiedenen Probelösungen von Kaliumchlorid und Perchlorsäure jeweils gleicher Konzentrationen das Löslichkeitsprodukt des entstehenden Kaliumperchlorats grob innerhalb bestimmter Grenzen geschätzt werden.

Materialien

12 Reagenzgläser, Reagenzglasständer, 10 mL Pipette mit Peleusball, 2x 100 mL Bechergläser

Chemikalien

Kaliumchlorid, Perchlorsäure, dest. Wasser

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Kaliumchlorid
Perchlorsäure Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.
Kaliumperchlorat H271, H302 GHS03 GHS07
H:271-302 Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.

Durchführung

Es werden 100 mL 1 molarer Lösungen an Kaliumchlorid (Lösung X) bzw. Perchlorsäure (Lösung Y) als Ausgangslösungen hergestellt. Daraus werden jeweils 10 mL der Probelösungen X1, X2, X3, X4 und Y1, Y2, Y3, Y4 in Reagenzgläser mit folgenden Konzentrationen hergestellt: -Für 0,6 molare Lösungen X1 und Y1: je 6 mL der Lösungen in 4 mL Wasser. -Für 0,45 molare Lösungen X2 und Y2: je 4,5 mL der Lösungen in 5,5 mL Wasser. -Für 0,2 molare Lösungen X3 und Y3: je 2 mL der Lösungen in 8 mL Wasser. -Für 0,1 molare Lösungen X4 und Y4: je 1 mL der Lösungen in 9 mL Wasser. Anschließend werden je 5 mL der Lösungen X1 und Y1, X2 und Y2, X3 und Y3, X4 und Y4 in einen Reagenzglas gegeben und vermischt und die Veränderungen beobachtet.

Beobachtung

In dem Reagenzglas X1Y1 und X2Y2 ist ein Niederschlag zu erkennen, wobei in X2Y2 viel weniger Feststoff ausfällt. In den Probelösungen X3Y3 und X4Y4 ist kein Niederschlag zu erkennen (s.

Abbildungen

  • 2).

Deutung

Reaktionsgleichung: In den ersten beiden Mischungen ist Kaliumperchlorat ausgefallen, in X1Y1 mehr als in X2Y2. Da die Konzentrationen von Kalium- und Perchlorat-Ionen in der Mischung gleich groß sind gilt: Gemisch X1Y1: Gemisch X2Y2: Gemisch X3Y3: Gemisch X4Y4: Berechnung der Ionenprodukte: Gemisch X1Y1: Gemisch X2Y2: Gemisch X3Y3: Gemisch X4Y4: Das Löslichkeitsprodukt liegt demnach im Bereich zwischen und , da sich in dem Gemisch X1Y1 und X2Y2 ein Niederschlag gebildet hat und in den Mischungen X3Y3 und X4Y4 nicht. Der Literaturwert liegt bei und demnach im Bereich der jeweiligen geschätzten Werte.

Entsorgung

Die Lösungen werden vermischt und mit Kaliumchloridlösung gefällt. Der Rückstand wird im Feststoff-Abfall entsorgt. Das Filtrat mit viel Wasser in den Ausguss gegeben.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Literatur

Endersch, J. Abgerufen am 12. August 2015 vonn http://www.jonas-e.de/wp-content/uploads/2010/10/A1-Schaetzung-eines-Loeslichkeitsprodukts.pdfMortimer, C., & Müller, U. (2007). Chemie. Stuttgart : Thieme Verlag.