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Nachweis der Doppelbindung in ungesättigten Fettsäuren mittels der Bayer-Probe

von Kristina Breithaupt

Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Addition von Kaliumpermanganat an die Doppelbindung in ungesättigten Fettsäuren dargestellt. Der Versuch wiederholt die Nachweisemethode für Doppelbindungen anhand der Bayer-Probe. Dieser Nachweis sollte den Schülerinnen und Schülern bereits aus dem Themenbereich der Alkene bekannt sein. Des Weiteren sollte ihnen auch der zugrunde liegende Mechanismus bekannt sein, der dabei abläuft.

Vorbemerkung

In diesem Versuch wird die Addition von Kaliumpermanganat an die Doppelbindung in ungesättigten Fettsäuren dargestellt. Der Versuch wiederholt die Nachweismethode für Doppelbindungen anhand der Baeyer-Probe. Dieser Nachweis sollte den Schülerinnen und Schülern bereits aus dem Themenbereich der Alkene bekannt sein. Des Weiteren sollte ihnen auch der zugrunde liegende Mechanismus bekannt sein, der dabei abläuft.

Materialien

2 Reagenzgläser, Reagenzglasständer, Pasteur-Pipette

Chemikalien

Kaliumpermanganat-Lösung, Rapsöl

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Kaliumpermanganat H272, H302, H410 GHS03 GHS07 GHS09
Ölsäure H315 GHS07

Durchführung

Im ersten Reagenzglas wird die Kaliumpermanganat-Lösung angesetzt. Dazu wird ein Reagenzglas ca 1 cm hoch mit dest. Wasser befüllt und eine Spatelspitze Kaliumpermanganat hinzugegeben. Im zweiten Reagenzglas befinden sich zwei Fingerbreit Rapsöl. Mit der Pasteur-Pipette werden ca. 1,5 mL KMnO4-Lösung zum Rapsöl hinzugegeben.

Beobachtung

Man sieht eine deutliche Phasentrennung zwischen der violetten Permanganat-Lösung und dem Rapsöl. Die Permanganat-Lösung befindet sich als wässrige Phase unten im Reagenzglas. Nach einiger Zeit ist an der Grenzfläche eine gelbe Schicht zu erkennen. Wird das Reagenzglas nun 24 h stehen gelassen, ist am nächstenTag eine deutliche Gelbfärbung der unteren Phase im Reagenzglas zu erkennen, die vorher durch das Kaliumpermanganat violett gefärbt war (vgl. Abbildungen 2-4).

Abbildungen

  • Abb. 1: Strukturformel der Ölsäure
  • Abb. 2: Rapsöl mit Permanganat-Lösung direkt nach der Zugabe
  • Abb. 3: Rapsöl mit Permanganat-Lösung nach einiger Ruhezeit
  • Abb. 4: Rapsöl mit Permanganat-Lösung 24 Stunden nach der Zugabe

Deutung

In diesem Versuch findet eine elektrophile Addition zweier OH-Gruppen an die Doppelbindung der Ölsäure aus dem Rapsöl statt. Ölsäure ist der Hauptbestandteil von Rapsöl, die am C9 eine Doppelbindung aufweist (vgl. Abbildung 1). Die langsame Farbänderung des Kaliumpermanganats von violett zu gelb-braun ist durch die Reduktion des Kaliumpermanganats zu Braunstein bedingt und zeigt somit die Addition an die Doppelbindung an. Es findet eine Dihydroxylierung in Form einer elektrophilen Addition gemäß Abbildung 5 statt.

Entsorgung

Die Entsorgung erfolgt über den Behälter für schwermetallhaltige Lösungen.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

In diesem Versuch wird der Nachweis der Baeyer-Probe wiederholt. Somit sollte den Schülerinnen und Schülern der ablaufende Reaktionsmechanismus bekannt sein, da dieser in der Regel bereits im Themengebiet Alkene bezüglich der Addition an Doppelbindungen behandelt wird. Des Weiteren ist dies ein Lehrerversuch, da sich aufgrund der Phasentrennung zwischen der Kaliumpermanganat- Lösung und dem Rapsöl die zu beobachtende Reaktion nur sehr langsam einstellt. Die Lehrperson könnte diesen Versuch einen Tag früher ansetzen und die Rückstellprobe als vorgezogenes Ergebnis ohne Wartezeit nutzen, um das Ergebnis und die Auswertung der Reaktion in der selben Unterrichtsstunde noch beleuchten zu können.

Literatur

D. Wiechoczek, http://www.chemieunterricht.de/dc2/ch/cht-105.htm, 04.08.16 (Zuletzt abgerufen am 04.08.16 um 20:14 Uhr).