Seifenherstellung
von Kristina Breithaupt
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird aus Kokosfett Seife hergestellt. Den Schülerinnen und Schüler sollten bereits verschiedene funktionelle Gruppen aus der organischen Chemie bekannt sein, wie beispielsweise mehrwertige Alkohole, Ester und Alkansäuren.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natronlauge 1 M | H314 | P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 |
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| Natriumchlorid | – | – | – |
| Glycerin | – | – | – |
| Seifenlösung alkoholisch | H225 | P210 |
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Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abb. 1: Darstellung des abgeschöpften Seifenkerns nach Beendigung der Reaktion. -
Abb. 2: : Schaumbildung nach Lösen des Feststoffs in Wasser nach dem Schütteln. -
Abb. 3: Verseifungsmechanismus -
Abb. 4: Reaktion des Triacylglycerids mit Natronlauge
Deutung
Diesem Versuch liegt die Verseifung eines Triacylglycerids zugrunde. Dabei wird die Esterbindung gespalten und es entstehen ein Glycerinrest sowie drei Carboxylate. Die Carboxylate sind die Anionen der deprotonierten Fettsäurereste. Bei der Verseifung findet ein nucleophiler Angriff der Hydroxidionen am partiell positiv geladenen Kohlenstoff-Atom der Carboxylgruppe statt. Dabei wird ein Alkoholatrest abgespalten und im letzten Schritt, dieser ist irreversibel, findet einen Protonenumlagerung zwischen den Carbonsäureresten und dem Alkoholat statt, sodass Glycerin und die Caboxylate entstehen (vgl. Abb. 3).
Der oben dargestellte Mechanismus verläuft an allen drei Esterbindungen des Triacylglycerids (vgl. Abb. 4).
Durch die Zugabe der NaCl-Lösung wird die entstandene Seife ausgesalzt und somit vom Glycerin getrennt. Das Abspülen des Feststoffes dient der Entfernung der restlichen Natronlauge. Das Schäumen des aufgelösten Feststoffs in Wasser ist der phänomenologische Nachweis dafür, dass eine Verseifung stattgefunden hat.