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Ziel des Versuchs Dieser Versuch zeigt den Einfluss der Temperatur auf die Reaktionsgeschwindigkeit

Vorbemerkung

Dieser Versuch behandelt den Einfluss der Temperatur auf die Reaktionsgeschwindigkeit. Die SuS benötigen kein besonderes Vorwissen für diesen Versuch, da die RGT-Regel in diesem Versuch erarbeitet wird.

Materialien

3 Bechergläser 100 mL, 2 Magnetrührer mit Rührfisch, 2 Thermometer, 2 Stative + Klemmen

Chemikalien

Kalk (oder Calciumcarbonat), Essigsäure (5 %)

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Essigsäure 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05
Calciumcarbonat

Durchführung

Die 3 Bechergläser werden jeweils mit 50 mL Essigsäure befüllt. Ein Becherglas wird bei Raumtemperatur stehen gelassen. Die anderen beiden Becher werden einmal auf 30 °C und 40 °C auf den Magnetrührern erwärmt. Haben die essigsauren Lösungen ihre Temperaturen erreicht, werden sie vom Magnetrührer gestellt und nebeneinander positioniert. In jedes Becherglas wird nun die gleiche Menge an Kalk hinzugegeben.

Beobachtung

Wird der Kalk in die Bechergläser gegeben, so ist eine Gasentwicklung in den Bechergläsern zu beobachten. Im Becherglas in der die essigsaure Lösung 40°C beträgt treten am schnellsten Gasbläschen auf, gefolgt von der Lösung welche eine Temperatur von 30°C besitzt. Die Lösung bei Raumtemperatur zeigt die langsamste Gasentwicklung.

Abbildungen

  • Abbildung 1: Gasbildung bei der Reaktion von Kalk mit essigsaurer Lösung bei unterschiedlichen Temperaturen.

Deutung

Die Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich in diesem Versuch durch das Bilden von Gasbläschen qualitativ in Abhängigkeit der Temperatur beschreiben. Ähnlich wie bei der Reaktionsgeschwindigkeits-Regel (RGT-Regel), lässt bei der Erhöhung der Temperatur ein Anstieg der Reaktionsgeschwindigkeit (Bildung von Gasbläschen) beobachten, da die Reaktion im Becherglas mit 40°C warmer essigsauren Lösung am schnellsten startet, gefolgt von der Lösung, welche 30°C warm ist und der Lösung welche Raumtemperatur besitzt.

Die Reaktionsgleichung für diesen Versuch lautet:

CaCO3 + CH3COOH → CH3COONa + H2O + CO2

Entsorgung

Die Lösungen werden ab dekantiert. Die Essigsäure wird im Abfallbehälter für organische Lösungen entsorgt. Die Kalksteine können mit Wasser gewaschen und aufbewahrt werden.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch kann als Erarbeitungsexperiment im Unterricht eingesetzt werden. Hierzu sollen die SuS Hypothesen aufstellen welche Faktoren einen Einfluss auf die Reaktionsgeschwindigkeit haben. Anschließend sollen die SuS Versuche zu ihren Hypothesen planen. Dieser Versuch eignet sich also um den Einflussfaktor der Temperatur zu überprüfen. Der Versuch kann mit den Versuchen 2 und 3 im Unterricht kombiniert werden.

Literatur

Versuch geändert nach: [1] H. Schmidkunz, W. Rentsch, Chemische Freihandversuch, Aulis Verlag, 2011, S. 133.