Sublimation und Resublimation von Iod
von Isabelle Faltiska
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird gezeigt, dass einige Stoffe - hier als Beispiel Iod - direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergehen können und umgekehrt. Durch die bei der Sublimation entstehenden violetten Farbdämpfe ist dieser Versuch für Schülerinnen und Schüler besonders anschaulich.
Vorbemerkung
In diesem Versuch wird gezeigt, dass einige Stoffe - hier als Beispiel Iod - direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergehen können und umgekehrt. Durch die bei der Sublimation entstehenden violetten Farbdämpfe ist dieser Versuch für Schülerinnen und Schüler besonders anschaulich.
Materialien
Drahtnetz, Dreifuß, Sand, Bunsenbrenner, 300 mL Weithalserlenmeyerkolben, Uhrglas, Eis
Chemikalien
Iod, Natriumthiosulfat-Lösung, Natriumhydrogencarbonat
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Iod | H332, H312, H400 | – |
|
| Natriumthiosulfatlösung 0,1 M | – | – | – |
| Natriumhydrogencarbonat | – | – | – |
Durchführung
Zunächst wird eine Natriumthiosulfat-Lösung hergestellt, welche während des Versuchs bereitsteht. Dann wird eine etwa 1 cm dicke Schicht Sand auf das Drahtnetz gegeben und dieses auf dem Dreifuß positioniert. Der Sand wird mit dem Bunsenbrenner für 2 Minuten erhitzt. Anschließend werden einige Iodkristalle in den Weithalserlenmeyerkolben gegeben und dieser mit einem Uhrglas abgedeckt, auf welches etwas Eis gegeben wurde. Nun wird der Erlenmeyerkolben auf den warmen Sand gestellt.
Beobachtung
Es bildet sich ein violettes Gas, welches sich im gesamten Erlenmeyerkolben verteilt. Am Uhrglas bilden sich kleine, glänzend violette Kristalle.
Abbildungen
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Abb. 1: Sublimation und Resublimation von Iod
Deutung
Durch das Erhitzen ändert Iod seinen Aggregatzustand von fest zu gasförmig (Sublimation), wobei es ein größeres Volumen einnimmt. Am kalten Uhrglas resublimieren die Ioddämpfe wieder zu festen Kristallen. Das Volumen verringert sich hierbei.
Entsorgung
Nach vollständiger Resublimation des Iods kann dieses mit Natriumthiosulfat-Lösung reduziert werden und nach Neutralisierung mit Natriumhydrogencarbonat ins Abwasser entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Aufgrund der giftigen Ioddämpfe sollte das Uhrglas erst nach vollständiger Resublimation des Iods weggenommen werden. Vor Beginn des Versuchs sollte ein Becherglas mit Natriumthiosulfatlösung bereitgestellt werden.
Literatur
Northolz, M., & Herbst-Irmer, R. (2012). Skript zum anorganisch-chemischen Grundpraktikum für Lehramtskandidaten. Göttingen: Universität Göttingen.
C. Biesemann, http://unterrichtsmaterialien-chemie.uni-goettingen.de/material/5-6/V5-216.pdf, zuletzt aufgerufen am 30.07.2015