Abendrot statt Himmelblau
von Carolin Schilling
Ziel des Versuchs Die SuS lernen den Tyndall-Effekt mithilfe einer Wasser-Milch-Emulsion kennen
Materialien
quaderförmige Glasbehältnisse unterschiedlicher Größe, Taschenlampe oder andere Lichtquelle, Abdunklungsmöglichkeit im Klassenraum
Chemikalien
Wasser, Milch
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Milch | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Fülle die Glasbehältnisse mit einer stark verdünnten Milch-Wasser-Emulsion. Stelle die Lichtquelle so auf, dass der Lichtstrahl durch die kürzere Behältnisseiten scheint. Für ein eindeutiges Ergebnis ist es notwendig, dass der Raum möglichst gut abgedunkelt wird. Beobachte die auftretenden Farbänderungen des Wassers bei Betrachtung von der Seite (90° zur Lichtquelle) und von der gegenüberliegenden Seite der Lichtquelle aus.
Beobachtung
Das milchige Wasser sieht vom 90 Grad Winkel zur Lichtquelle betrachtet bläulich aus. Aus gegenüberliegender Perspektive dagegen kann eine orange-rote Farbe erkannt werden.
Deutung
Die Milchpartikel streuen ähnlich wie die Luftpartikel in der Atmosphäre die unterschiedlichen Spektralfarben des Lichts in alle Richtungen. Dieses Phänomen wird Tyndall-Effekt genannt. Das blaue Licht wird stärker gestreut als das rote, daher erscheint am Ende des Glasbehälters eine rote Färbung des milchigen Wassers.
Entsorgung
Die Entsorgung der Wasser-Milch-Emulsion erfolgt im Waschbecken.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
Von Kutzleben, Nicola; Wedler, Sibylle, http://files.schulbuchzentrum-online.de/onlineanhaenge/files/onl74584.pdf , 24.07.2016 (Zuletzt abgerufen am 24.07.2016 um 13:56Uhr).