Brennendes Baumwollstück, Brennendes Papierstück
von Ann-Kathrin Röver
Ziel des Versuchs Bei diesem Versuch sollen die SuS erkennen, dass ein bekanntes brennbares Material durch den Einsatz eines Ethanol-Wasser-Gemisches eine kurzzeitige Feuereinwirkung unbeschadet überstehen kann.
Vorbemerkung
Bei diesem Versuch sollen die SuS erkennen, dass ein bekanntes brennbares Material durch den Einsatz eines Ethanol-Wasser-Gemisches eine kurzzeitige Feuereinwirkung unbeschadet überstehen kann. Dies ist abhängig von der Verbrennungswärme der beteiligten Chemikalien und Materialien.
Materialien
250 mL Becherglas, Gasbrenner, Wasser, Papierstück (ohne Reißkanten), Baumwollstück
Chemikalien
Ethanol (96-%ig)
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ethanol 98% | H225 | – |
|
| Wasser | – | – | – |
Durchführung
Zu 50 mL Wasser werden 50 mL Ethanol gegeben. In dieses Ethanol-Wasser-Gemisch werden das Baumwollstück und das Papierstück getränkt. Nach leichtem Ausdrücken des Baumwollstücks wird dieses bis zur Entzündung in die Gasbrennerflamme (rauschend) gehalten. Nach weiteren zwanzig Sekunden wird das Stoffstück im Wasser gelöscht. Mit dem Papierstück wird ebenfalls wie oben beschrieben verfahren.
Beobachtung
Sowohl das Baumwollstück als auch das Papierstück liegen nach der Löschung unversehrt vor.
Abbildungen
-
Baumwollstück während des Brennens -
Baumwollstück nach der Löschung (rechts).
Deutung
Der Ethanol ist für das Erreichen der Verbrennungswärme zuständig. Allerdings wird durch die Anwesenheit des Wassers und dessen Verdampfungswärme dem System Energie entzogen, wodurch lediglich der niedrigsiedende und leicht entzündbare Alkohol brennt.
Entsorgung
Die Entsorgung der Feststoffe erfolgt kommunal im Hausmüll. Die Alkohol-Wasser-Lösung kann stark verdünnt im Abfluss entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
[2] F. R. Kreißl, O. Krätz, Feuer und Flamme, Schall und Rauch, Wiley-VCH, 2. Auflage, 2008, S. 223 f.