Recycling von Styropor
von Hendrik Schöneich
Ziel des Versuchs Der Versuch thematisiert das Recycling von Styropor©, dessen aufgeschäumte Struktur von Aceton zerstört wird. Nach diesem Vorgang wird das Styropor in eine neue Form gegeben, die es annimmt, sobald das Aceton verdampft. Zudem wird das Styropor erneut aufgeschäumt, indem es in ein Becherglas mit kochendem Wasser gegeben wird.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
| Aceton | H225, H319, H336, EUH066 | – |
|
Durchführung
a) In ein Marmeladenglas werden 5 mL Aceton gegeben. Es wird solange Styropor© hinzugegeben, bis die Flüssigkeit zähflüssig ist (etwa 1,5 g). Dabei wird umgerührt.
b) Die Hälfte der zähflüssigen Masse aus Versuchsteil a) wird auf eine glatte Unterlage gegeben und in den Abzug gestellt.
c) Die andere Hälfte der zähflüssigen Masse aus Versuchsteil a) wird in ein siedendes Wasserbad gegeben.
Beobachtung
a) Das Styropor© fällt in sich zusammen und bildetet eine zähflüssige, feste Masse am Boden des Becherglases.
b) Es bildet sich eine harte Masse.
c) Es bildet sich ein harter Schaum.
Abbildungen
-
Abb.1: Struktur von Polystyrol -
Abb. 2: erstarrtes Polystyrol aus Versuchsteil b)
Deutung
Styropor besteht aus aufgeschäumtem Polystyrol. Das Aceton sorgt dafür, dass intermolekulare Wechselwirkungen zwischen den Polystyrol-Molekülen gebrochen werden. Die Wechselwirkung kann als gegenseitige Anziehungskraft der Moleküle vereinfacht und mit einem Magneten verglichen werden. Es wird darauf verzichtet, dass Polystyrol ein Polymerisat aus Styrol-Molekülen ist.
a)Weil das Aceton die Anziehungskräfte aufhebt, wird die aufgeschäumte Struktur des Styropors© zerstört.
b)Nachdem das Aceton verdampft ist, ziehen sich die Polystyrol-Moleküle wieder an und nehmen eine neue Form an.
c)Durch den heißen Wasserdampf wird die Polystyrol-Masse wieder aufgeschäumt, weil sich Blasen, die mit Wasserdampf gefüllt sind, bilden.