Wolken im Glas
von Sven Arne Winkler
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird die Notwendigkeit von Kondensationskeimen zur Wolkenbildung gezeigt
Vorbemerkung
Die Bildung von Wolken ist ein typischer Prozess in der Erdatmosphäre. Dieser Versuch untersucht, welche Gegebenheiten notwendig sind, um die Entstehung von Wolken zu ermöglichen. Dazu wird die Entstehung eines Nebels in einem Standzylinder betrachtet.
Materialien
Standzylinder, Streichholz, Petrischale
Chemikalien
warmes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Wasser | – | – | – |
Durchführung
Zu Beginn wird ein Streichholz entzündet und innerhalb des Standzylinders ausgepustet. Der Standzylinder wird im Anschluss mit einer Petrischale verschlossen, so dass sich der Rauch gleichmäßig verteilen kann. Dann wird vorsichtig etwas warmes Wasser in den Zylinder gegossen und die Petrischale sofort wieder aufgelegt. Die Veränderungen werden beobachtet und der Versuch zusätzlich einmal ohne Rauch und einmal mit kaltem statt warmen Wasser wiederholt.
Beobachtung
Nur bei der Verwendung von warmem Wasser und Rauch bildet sich Nebel im Standzylinder. Ein Beispiel für die Beobachtung ist in Abbildung 1 gezeigt.
Abbildungen
-
Abb. 1: Standzylinder mit Nebel
Deutung
Zur Entstehung von Wolken beziehungsweise in diesem Beispiel Nebel wird zunächst Wasserdampf benötigt, der kondensieren kann. Anders als die Kondensation an kalten Fenstern, wie sie im Versuch an der Glaswand des Standzylinders zu beobachten ist, erfolgt dieser Prozess direkt in der Atmosphäre. Daher sind zusätzlich zu dem warmem Wasserdampf Keime notwendig, an denen die Kondensation beginnen kann. Diese Rolle wird im Versuch durch die Rußpartikel im Streichholzrauch übernommen und in der Erdatmosphäre durch Staubpartikel.
Entsorgung
Übriges Wasser kann im Ausguss entsorgt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Die Durchführung des Versuches bietet sich im Rahmen des Themas Aggregatzustände und Aggregatzustandsänderungen an. Wenn die Schülerinnen und Schüler mit dem allgemeinen Phänomen der Kondensation von Flüssigkeiten vertraut sind, kann dieses Wissen so vertieft werden, um Alltagsphänomene wie Nebel und Wolken erklären zu können.
Literatur
I. Mennerich, Unterrichtsprojekte Natur und Technik: „Wetterküche“, abgerufen unter: http://www.schulbiologiezentrum.info/AH%2019.06%20Wetterk%FCche%2030.09.05.pdf (zuletzt abgerufen am 20.07.2017 um 15:08).