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Ziel des Versuchs Bei diesem Versuch wird der eine exotherme Reaktion gezeigt, bei der die Energie nicht in Form von Wärme, sondern als kaltes Leuchten frei wird.

Vorbemerkung

In einer schwach alkalischen Lösung wird Luminol katalytisch mit Wasserstoffperoxid oxidiert, sodass eine kaltes, blaues Leuchten (Chemilumineszenz) zu beobachten ist. Die SuS sollten zur Deutung des Versuchs Vorkenntnisse zu endothermen und exothermen Reaktionen sowie zu verschiedenen Energieformen wie Lichtenergie und Wärmeenergie aufweisen.

Materialien

Erlenmeyerkolben (300 mL), Magnetrührer

Chemikalien

destilliertes Wasser, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Luminol, Kupfer(II)-sulfat-pentahydrat, Ammoniumcarbonat, Wasserstoffperoxid (w = 30%)

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Wasser
Natriumcarbonat wasserfrei H319 GHS07
Natriumhydrogencarbonat
Luminol
Kupfer(II)-sulfat-5-H2O H302, H319, H315, H410 P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 GHS07 GHS09
Wasserstoffperoxid 30% H302, H318 P280, P305+P351+P338 GHS05 GHS07

Durchführung

In einem Erlenmeyerkolben werden 0,5 g Natriumcarbonat und 2 g Natriumhydrogencarbonat in 100 mL Wasser gelöst. Anschließend wird eine Spatelspitze Luminol zugegeben und ebenfalls gelöst. Nun werden jeweils eine Spatelspitze Kupfersulfat und Ammoniumcarbonat hinzugefügt und vollständig gelöst. Die Lösung wird in einen dunklen Raum gestellt und mit 1 mL Wasserstoffperoxid versetzt.

Beobachtung

Die blaue Lösung zeigt eine deutliche blaue Lumineszenz, ohne die Temperatur zu ändern. Nachdem das Leuchten abgeklungen ist, verfärbt sich die Lösung dunkelbraun.

Abbildungen

  • Abb. 1: Lumineszenz bei Luminol

Deutung

Es findet eine exotherme Reaktion statt, bei der durch die Oxidation des Luminols ein elektrisch angeregtes Produkt entsteht, welches Energie in Form von Licht freisetzt. Das kalte Leuchten wird als Chemilumineszenz bezeichnet.

Entsorgung

Die Lösung wird im Säure-Base-Behälter entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch kann im Unterricht dazu verwendet werden, den Begriff der exothermen Reaktion zu erweitern, indem deutlich gemacht wird, dass Energie nicht nur in Form von Wärme, sondern auch in Form von Licht freigesetzt werden kann. Aufgrund der verwendeten Chemikalien sollten Handschuhe getragen werden. Alternativ kann die Chemilumineszenz mit Fluorescein, Lucigenin oder Tetrakisdiethylaminoethylen demonstriert werden.

Literatur

M. Tausch, M. von Wachtendonk, Chemie 2000+ Band 3, Buchners Verlag, Bamberg (2005), S. 6 (V7).