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Ziel des Versuchs Durch das Mischen zweier Salze sinkt die Temperatur in kurzer Zeit rapide ab.

Vorbemerkung

Zinksulfat-heptahydrat reagiert endotherm ohne Zufuhr von zusätzlicher Wärme mit Kaliumchlorid. Die SuS können mit diesem Versuch ihr Verständnis von endothermen Reaktionen erweitern, indem sie lernen, dass endotherme Reaktionen auch spontan ablaufen können. Als Vorwissen für ein tieferes Verständnis des Versuchs sollten die SuS den Lösungsvorgang von Salzen beschreiben können.

Materialien

Becherglas (250 mL), Glasstab, digitales Thermometer

Chemikalien

Zinksulfat-heptahydrat, Kaliumchlorid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Zinksulfat-7-H2O H302, H318, H410 GHS05 GHS07 GHS09
Kaliumchlorid

Durchführung

8,6 g Zinksulfat-heptahydrat werden mit 4,4 g Kaliumchlorid in ein Becherglas gefüllt und mit dem Glasstab gerührt. Die Temperatur wird dabei ständig mit dem digitalen Thermometer verfolgt.

Beobachtung

Die beiden weißen Salze verklumpen. Die Temperatur sinkt über einen Zeitraum von etwa 2 Minuten von 24 °C auf 15 °C.

Zeit [s] 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 
Temperatur [°C] 23,8 23,7 22,7 21,7 20,5 19,2 18,1 17,4 16,5 15,9 15,3 15,0 

Abbildungen

  • Abb. 1: Versuchsaufbau zur Reaktion von Zinksulfat-heptahydrat mit Kaliumchlorid

Deutung

Es findet eine endotherme Reaktion statt. Die zum Auflösen der Kristallgitter benötigte Energie wird der Umgebung entnommen. Dabei wird Kristallwasser frei, in dem sich die Ionen der Salze lösen, sodass sie verklumpen. Die dabei freiwerdende Hydratationsengerie ist geringer als die Energie zum Auflösen des Kristallgitters, sodass der Lösungsvorgang insgesamt endotherm ist.

Entsorgung

Die Reste sind im Feststoffabfall zu entsorgen.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch kann nach der Einführung der endothermen Reaktion eingesetzt werden, um das Verständnis der SuS von der endothermen Reaktionen dahingehend zu erweitern, dass solche auch spontan ablaufen können. Alternativ können auch Bariumhydroxid-octahydrat und Ammoniumthiocyanat eingesetzt werden.

Literatur

H. Schmidtkunz, W. Rentzsch, Chemische Freihandversuche, kleine Versuche mit großer Wirkung, Band 1, Aulis Verlag (2011), S. 110