Das ausfallende Iod
von Anonym_2
Ziel des Versuchs In diesem Versuch fällt molekulares Iod durch Oxidation von Iodid aus.
Vorbemerkung
In diesem Versuch fällt molekulares Iod durch Oxidation von Iodid aus. Dieser Versuch ist als Lehrerversuch angedacht, kann aber bei gewissenhaft arbeitenden Schülergruppen auch als Schülergruppenexperiment durchgeführt werden.
Materialien
1 Reagenzglas, Pasteurpipette, Glasstab, Spatel
Chemikalien
Kaliumiodid, Wasserstoffperoxid (w = 3 %), verdünnte Schwefelsäure, destilliertes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kaliumiodid | H302, H315, H319 | P305+P351+P338 |
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| Wasserstoffperoxid 30% | H302, H318 | P280, P305+P351+P338 |
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| Schwefelsäure 10% | H319, H315 | P280, P302+P352, P305+P351+P338 |
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Durchführung
In einem bis zur Hälfte gefülltem Reagenzglas wird ein Spatel Kaliumiodid gelöst und mit 1 mL Schwefelsäure angesäuert. Nun wird tropfenweise Wasserstoffperoxid hinzugefügt und nach jedem Tropfen umgerührt.
Beobachtung
Beim Zutropfen des Wassserstoffperoxids entsteht ein gelblicher/rötlicher Niederschlag. Nach einiger Zeit fällt ein dunkelblauer Feststoff aus.
Abbildungen
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Abb. 1: Beobachtung des Versuchs
Deutung
Das Iodid wird bei dem Vorgang oxidiert und Wasserstoffperoxid reduziert. Die Gesamtreaktion lautet folgendermaßen:
2 KI(aq) + H2SO4 (aq) + H2O2 (aq) I2 (s) + K2SO4 (aq) + 2 H2O (l)
Entsorgung
anorganischer Abfall. Iod mit Natriumthiosulfat reduzieren und anschließen mit Natriumhydrogencarbonat neutralisieren.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Anmerkung: Damit der Ausfall des Iods noch deutlicher zu erkennen ist, kann eine Stärkelösung mit ins Reagenzglas gegeben werden. Unterrichtsanschluss: Im Anschluss an diese Fällung könnten die Halogenide nachgewiesen werden, da Iod ebenfalls zu den Halogenen zählt.
Literatur
H. Schmidkunz. Chemische Freihandversuche Band 1. Aulis-Verlag 2011, S. 225.