Modellversuch: Ethanol und Wasser
von Nicolai ter Horst
Ziel des Versuchs In diesem Versuch soll an Hand eines Modells die Vorgänge bei der Volumenverringerung in einer Ethanol-Wasser-Lösung demonstriert werden.
Vorbemerkung
In diesem Versuch sollen anhand eines Modells die Vorgänge bei der Volumenverringerung in einer Ethanol-Wasser-Lösung demonstriert werden.
Materialien
zwei Messzylinder (50 mL), Messzylinder (100 mL)
Chemikalien
Zuckerperlen, Kochsalz
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | – | – | – |
| Zucker | – | – | – |
Durchführung
In einem Messzylinder werden etwa 10 mL Zuckerkugeln, in dem anderen etwa 10 mL Kochsalz abgemessen. Diese werden anschließend zusammengegeben.
Beobachtung
Es ist eine Volumenverringerung zu beobachten.
Abbildungen
-
Abb. 1: Versuchsaufbau -
Abb. 2: Beobachtung
Deutung
Die kleinen Kochsalzteilchen können sich zwischen die Räume der größeren Zuckerperlen anordnen, wodurch sich das Volumen verringert.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch ist insofern kritisch zu sehen, als dass er etwas Richtiges mit den falschen Mitteln erklärt. Die Volumenverringerung ist eigentlich auf Wechselwirkungen zwischen den Ethanol- und den Wasserteilchen zurückzuführen, nicht etwa auf die unterschiedliche Größe der Teilchen. Dennoch eignet er sich gut, um zu verdeutlichen, dass zwischen den Teilchen tatsächlich nichts, also ein Vakuum ist (Diskontinuumsdenken). Zudem zeigt es vor dem Hintergrund der Gesetze der Massenerhaltung und der konstanten Proportionen, dass nicht alle Größen erhalten bleiben. Außerdem werden die SuS mit dem Teilchenmodell stärker vertraut gemacht. Der Einsatz von Zuckerperlen und Kochsalz hat darüber hinaus den Vorteil, dass diese anschließend wieder in Wasser gelöst werden können. Dadurch kann ein weiteres Gemisch demonstriert werden und auch hier gezeigt werden, dass sich das Volumen des Wassers trotz Zugabe von 20 mL Feststoff nicht ändert.