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Ziel des Versuchs Der Versuch stellt die industrielle Herstellung von Roheisen aus Eisenerz dar

Vorbemerkung

Dieser Versuch eignet sich insbesondere als anschauliches Modell des in der Industrie eingesetzten Hochofens zur Gewinnung von Roheisen. Hierbei wird das Eisenerz Eisen(III)-oxid und statt Koks Aktivkohle als Reduktionsmittel verwendet. Die SuS kennen Sauerstoffübertragungsreaktionen oder die Begriffe Oxidation und Reduktion

Materialien

Verbrennungsrohr aus Quarzglas mit zwei durchbohrten Stopfen, Sauerstoffgasflasche, Stativ mit Klemme, 2 Bunsenbrenner, Spatel, Pinzette, Magnet, Uhrglas

Chemikalien

Sand, Aktivkohle, Glaswolle, Sauerstoff, Eisen(III)-oxid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Aktivkohle gekörnt
Glaswolle H350I P201, P308+P313 GHS08
Eisen(III)-oxid rot H315, H319, H335 P261, P305+P351+P338 GHS07

Durchführung

Der Versuch wird wie in der Abbildung 1 in Schichten aufgebaut: 5 cm Glaswolle, 1 cm Sand, 2 cm Aktivkohle, 1 cm Eisen(III)-oxid, 2 cm Aktivkohle, 1 cm Sand, 5 cm Glaswolle. Die Glaswolle muss satt sitzen. Die befüllte Apparatur wird nun im Abzug mit einer Klemme waagerecht an ein Stativ geklemmt. Dann wird mit 2 Bunsenbrennern zunächst die Aktivkohle von beiden Seiten erhitzt. Sobald diese glüht, wird eine schwache Sauerstoffzufuhr angeschlossen und das Eisenerz direkt erhitzt. Dies wird solange durchgeführt, bis die rötliche Farbe des Edukts nachgelassen hat.

Beobachtung

Die Aktivkohle glüht auf (siehe

Abbildungen

  • Abb. 1: Aufbau
  • Abb. 2: Erhitzen des Reaktionsgemischs
  • Abb. 3: Eisenprodukt

Deutung

Im Verbrennungsrohr laufen folgende Reaktionen des Hochofenprozesses ab:
Es entsteht zunächst Kohlenstoffmonoxid : 2 C + O2 → 2 CO
Das entstandene Kohlenstoffmonoxid reduziert das Eisenoxid zu elementares Eisen und wird selber zu Kohlenstoffdioxid oxidiert: Fe2O3 + 3 CO → 2 Fe + 3 CO2

Entsorgung

Die Produkte werden über den Hausmüll entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Der Versuch kann zur Demonstration der Metallgewinnung eines Eisenerzes, wie sie in der Industrie angewandt wird, verwendet werden. Weiterhin dient er zur Bearbeitung von Sauerstoffübertragungsreaktionen bzw. Reduktionen und Oxidationen. Der Versuch darf nur unter dem Abzug durchgeführt werden und kann von SuS assistiert werden.

Literatur

Seilnacht, T. (o.A.): Die Rolle des Sauerstoffs bei Reduktionen, abrufbar unter: http://www.seilnacht.com/versuche/redureak.html#2, eingesehen am 9.8.2014.