Blaue und grüne Kristalle
von Anonym_10
Ziel des Versuchs Der Versuch zeigt, dass Luftsauerstoff relevant für eine Korrosion sein kann.
Materialien
2 Petrischale, Lupe, Becherglas (250 mL)
Chemikalien
Ammoniumsulfat, 2 Kupferbleche, demineralisiertes Wasser
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ammoniumsulfat | – | – | – |
| Kupfer | – | – | – |
| Wasser | – | – | – |
Durchführung
Es wird eine 10 %ige Ammoniumsulfat-Lösung benötigt. Dafür wird auf 100 mL Wasser 10 g Ammoniumsulfat gelöst. Anschließend wird etwa eine Daumenbreite der Lösung in die beiden Petrischale überführt. Das eine Kupferblech wird vollständig in die Lösung getaucht. Das zweite Kupferblech wird nur zum Teil in die Lösung getaucht, sodass der andere Teil mit der Luft in Berührung steht. Die
Beobachtung
Bei dem Kupferblech ohne Berührung mit der Luft konnten keine blauen Kristalle festgestellt werden.
Bei dem Kupferblech mit Luftkontakt bildeten sich nach einiger Zeit blaue Schlieren. Nach einem Tag haben sich blau/grüne Kristalle an der Berührungsstelle von Luft und Lösung gebildet.
Abbildungen
-
Abb. 1: blau/grüne Kristalle auf dem Kupferblech an der Berührungsstelle Luft/Lösung
Deutung
Die blauen Kristalle entstehen, weil das Kupfer oxidiert wird. Daher kann von einer Kupferkorrosion gesprochen werden.
Für Lehrpersonen:
3 Cu (s) + 2 NH4SO4 (aq) + O2 → 2 CuSO4·Cu(OH)2 (s) + 2 NH3 (g)
Entsorgung
Die Flüssigkeit muss in den Schwermetall-Abfallbehälter überführt werden.
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
H. Schmidkunz, W. Rentsch, Chemische Freihandversuche, Bd. 2, Aulis, 2011, S. 260.