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Ziel des Versuchs Nachweis Chlorid-Ionen.

Vorbemerkung

Dieser Versuch dient dem Nachweis von Chlorid-Ionen in Wasser. Die SuS sollten Reaktionsgleichungen aufstellen können und verantwortungsbewusst experimentieren, vor allem im Umgang mit der Salpetersäure.

Materialien

Reagenzglasständer, Reagenzglas, Pipetten

Chemikalien

Mineralwasser, Silbernitratlösung, Salpetersäure

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Silbernitratlösung 0,1 M H315, H319, H410 P273, P305+P351+P338, P501 GHS07 GHS09
Salpetersäure 1 M H314 P280, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310 GHS05

Durchführung

Es wird etwa 1 cm hoch Mineralwasser in ein Reagenzglas gefüllt. Anschließend werden mit einer Pipette einige Milliliter 0,1 M Silbernitratlösung hinzu getropft. Danach wird ein Milliliter verdünnte Salpetersäure mit einer anderen Pipette hinzugegeben.

Beobachtung

Durch Zugabe der Silbernitratlösung bildet sich ein weißer Feststoff. Durch Zugabe der Salpetersäure löst sich der Feststoff nicht auf.

Abbildungen

  • Abb. 1: Chlorid-Nachweis im Mineralwasser

Deutung

Die Chlorid-Ionen reagieren mit Silbernitrat zu Silberchlorid, welches ein schwerlösliches Salz ist:

Cl-(aq) + AgNO3 (l) → AgCl(s) + NO3-(aq)

Durch Zugabe von Salpetersäure wird der Niederschlag nicht aufgelöst, wie es zum Beispiel bei Silbercarbonat oder Silberphosphat der Fall wäre. Die Zugabe von Salpetersäure hat keinen Einfluss auf das obige Gleichgewicht. Allerdings würden Carbonat-Ionen und Phosphat-Ionen mit den Protonen der Salpetersäure reagieren, sodass das Gleichgewicht auf die Seite des Silbernitrats verschoben wird. Dadurch werden die hohen Löslichkeitsprodukte von Silbercarbonat und Silberphosphat nicht mehr überschritten, sodass sich der Niederschlag auflösen würde.

Entsorgung

Das Wasser kann in den Ausguss gegeben werden. Die Entsorgung der Lösung des Reagenzglases erfolgt über den anorganischen Abfall mit Schwermetallen unter Beachtung alkalischer pH-Werte.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch kann als Einführung in verschieden Nachweisreaktionen dienen. Weiterhin kann er auch im Rahmen einer kohlensäurehaltigen Mineralwasseranalyse stattfinden, bei der die SuS Versuche nach Versuchsanleitung durchführen, um einzelne Etikettenangaben zu bestätigen. Bei der Arbeit mit 2 M Salpetersäure sind unbedingt ein Kittel, eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe zu tragen. Alternativ kann der Versuch auch mit Cola erfolgen und in dem Zusammenhang ein Zuckernachweis in Cola durchgeführt werden.

Literatur

Maisenbacher, P., http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/chemie/material/lehr/-wasserblaetter/07.pdf, S. 2, (Zuletzt abgerufen am 25.07.2016 um 13:17Uhr).