Kühlkissen selber bauen
von Carolin Schilling
Ziel des Versuchs Der Versuch bietet eine Anleitung zum Bau eines Kühlkissens
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ammoniumnitrat | H272 | P210, P280 |
|
| Bariumhydroxid-8-H2O | H302+H332, H314 | P280, P301+P330+P331, P304+P340, P309+P310 |
|
| Ammoniak gasförmig | H221, H331, H314, H400 | – |
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| Bariumthiocyanat | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Selbstgebautes Kühlkissen
Deutung
Bei der Reaktion von Ammoniumthiocyanat mit Bariumhydroxid-octahydrat und Wasser wird der Umgebung Energie in Form von Wärme entzogen. Daher kühlt sich die Lösung stark ab. Bei chemischen Reaktionen muss also nicht unbedingt immer Energie freigesetzt werden.
Ammoniumthiocyanat + Bariumhydroxidoctahydrat + Wasser → Bariumthiocyanat + Ammoniak
Fachliche Auswertung:
Triebkraft dieser Reaktion ist die große Entropiezunahme aufgrund der Entstehung des gasförmigen Ammoniaks und des freigesetzten Kristallwassers. Bei endothermen Reaktionen ist die freie Enthalpie ∆H > 0. Die Gibbs-Helmholtz-Gleichung zeigt die Zusammenhänge zwischen Gibbsenergie, freier Enthalpie, Entropie und Temperaturänderung:
∆G=∆H-T∙∆S,
Reaktionen laufen freiwillig ab, wenn ∆G<0. Diese Reaktionen werden als exergon bezeichnet. Da die Reaktion freiwillig abläuft, muss das Produkt aus Temperatur und Entropieänderung größer sein als die Enthalpieänderung. Die Entropie muss hierbei einen großen Einfluss auf den freiwilligen Ablauf der chemischen Reaktion haben. Die Entropiezunahme kann dadurch erklärt werden, dass aus drei großen Teilchen 15 Teilchen entstehen. Das Bestreben eines Systems nach einer höheren Unordnung (Entropiezunahme) treibt diese Reaktion an.