Aktiver und passiver Korrosionsschutz
von Christian Köhler
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird der Korrosionsprozess von Eisennägeln und verzinkten Nägeln unter verschiedenen Umständen betrachtet.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Natriumchlorid | – | – | – |
| Zink gekörnt | H260, H250, H410 | – |
|
| Eisen(III)-oxid rot | H315, H319, H335 | P261, P305+P351+P338 |
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| Zink | Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen. | ||
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
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Abbildung 1: Untersuchte Nägel. 1: Zurückgestellter Eisennagel zum Vergleich. 2: Unbehandelter Eisennagel, stark korrodiert. 3: Eingefetteter Eisennagel, ist nur dort korrodiert, wo kein Fett war. -
Abb. 2: 4: Zurückgestellter verzinkter Nagel zum Vergleich. 5: Abgeschmirgelter und abgekniffener verzinkter Nagel. Ist an der Spitze leicht korrodiert, hat metallischen Glanz gegenüber 4 verloren. 6: Unbehandelter verzinkter Nagel, hat nur seinen metallischen Glanz verloren, ist aber kaum korrodiert.
Deutung
Beim unbehandelten Eisennagel sind die bekannten Anzeichen einer Sauerstoffkorrosion zu beobachten, der Nagel ist gerostet. Beim eingefetteten Nagel hat das wasserabweisende Fett den Kontakt zwischen Wasser und Eisen größtenteils verhindert, sodass die Korrosionsreaktion kaum ablaufen konnte. Allerdings konnte keine perfekte Fetthülle um den Nagel geschaffen werden, sodass auch dieser Nagel an einigen Stellen gerostet ist.
Zinknägel sind nur äußerlich verzinkt und haben einen Eisenkern, der an der Nagelspitze offen liegt. In beiden Fällen fungiert jedoch das unedlere Zink als Opferanode und wird anstelle des Eisennagels oxidiert, der so sehr lange von Korrosion geschützt bleibt. Beim behandelten verzinkten Nagel wurde durch das Abschmirgeln und das Abkneifen der Spitze die Kontaktfläche zwischen blankem Eisen und Wasser vergrößert, sodass die Korrosion hier beschleunigt wird.
Fachliche Ausw.:
Reaktion von Zink als Opferanode:
2 Zn(s) → 2 Zn2+(aq) + 4 e−
O2(g) + 2 H2O(aq) + 4e− → 4 OH−