Verbrennen von Magnesiumband in Kohlenstoffdioxid
von Annika Nüsse
Ziel des Versuchs Der Versuch stellt eine Elektronenübertragungsreaktion dar, an welcher kein Sauerstoff beteiligt ist. Zur Erklärung des Experiments wird an Vorwissen der SuS der erweiterte Redoxbegriff benötigt.
Materialien
Standzylinder (250 mL), Tiegelzange, Glimmspan
Chemikalien
Kohlenstoffdioxid, Magnesiumband
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kohlenstoffdioxid | H280 | P410+P403 |
|
| Magnesium | H260, H250 | – |
|
| Kohle gekörnt | – | – | – |
| Magnesiumoxid | – | – | – |
Durchführung
Der Boden des Standzylinders wird ca. 3 cm hoch mit Wasser bedecken, dann mit Kohlenstoffdioxid füllen (Test des Füllzustandes mit Glimmspan). Es wird ein etwa 5 cm langes Magnesiumband angezündet und mit der Tiegelzange in den Zylinder gehalten.
Beobachtung
Die Reaktion findet unter Spritzen und lautem Knistern statt. An der Wand des Standzylinders setzen sich dunkel gefärbte Flecken sowie „schwarze Flöckchen“ und ein weißer Belag ab.
Deutung
Magnesium hat zu Sauerstoff eine höhere Affinität als Kohlenstoff:
CO2(g) +2Mg(s) → C(s) + 2MgO(s)
Es handelt sich bei dem weißen Belag um Magnesiumoxid (Magnesia). Reste unreagierten Magnesiums erklären die dunklen Flecken. Die Flöckchen sind der entstandene Kohlenstoff. Das Wasser dient dazu, dass der Standzylinder leichter zu säubern ist. Alternativ könnte auch Sand verwendet werden.
Entsorgung
der Rückstände im Standzylinder erfolgt im Feststoffabfall. Die wässrige Lösung wird im Schwermetallbehälter entsorgt
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Literatur
[1] K. Häusler, H. Rampf, R. Reichelt, Experimente für den Unterricht, Oldenbourg, München 1991.