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Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird eine starke exotherme Reaktion demonstriert.

Vorbemerkung

Dieser Versuch beschäftigt sich mit dem Thermitverfahren, hierbei wird Eisen(III)-Oxid durch Aluminium zu Eisen reduziert. Die SuS benötigen als Vorwissen das Verständnis der Aktivierungsenergie und der exothermen Reaktion.

Materialien

2 Blumentöpfe mit Loch, Papierhülse, Mörser mit Pistill, Filterpapier, Wunderkerze, Sand, Dreifuß

Chemikalien

Aluminiumpulver, Eisen(III)-oxid, Bariumperoxid, Magnesiumpulver

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Eisen(III)-oxid rot H315, H319, H335 P261, P305+P351+P338 GHS07
Aluminium fein gepulvert H261, H228 GHS02
Eisen Nicht in der Gefahrstoffliste enthalten – bitte selbst nachschlagen.
Bariumperoxid H272, H332, H302 GHS03 GHS07
Magnesium H260, H250 GHS02

Durchführung

WICHTIG: Der Versuch darf nur draußen durchgeführt werden!

Das Thermitgemisch besteht aus 20 g Eisen(III)-oxid und 7 g Aluminiumpulver. Beides wird mit dem Mörser verrieben und in die Papierhülse überführt. Auf das Thermitgemisch wird die Zündmischung gegeben. Diese besteht aus 4 g Bariumperoxid und 6 g Magnesiumpulver.

WICHTIG! Die Zündmischung muss vorsichtig gemischt werden, auf keinen Fall im Mörser!

In die Papierhülse wird verkehrt herum eine Wunderkerze gesteckt. Die Blumentöpfe werden ineinander gestellt und auf das Loch im Blumentopf wird ein Filterpapier gebracht. Dieses wird mit ein wenig Sand bedeckt. Anschließend wird die Papierhülse mittig im Topf platziert und ebenfalls mit Sand umgossen. Die Töpfe werden nun in den Dreifuß gestellt. Die Wunderkerze kann nun gezündet werden und alle Versuchspersonen sollten sich in 3 m Entfernung zum Blumentopf befinden und ihre persönliche Schutzkleidung tragen.

Falls die Zündung versagt, muss mindestens 5 Minuten gewartet werden, bis der Versuch mit einer neuen Wunderkerze wiederholt werden kann.

Beobachtung

Nachdem die Wunderkerze gezündet wurde und zur Papierhülse runter brennt. Ist ein heller grüner Lichtblitz zu beobachten und Funken sprühen. Zusätzlich läuft eine Flüssigkeit aus dem Boden des Blumentopfs.

Abbildungen

  • Schematischer Aufbau der Thermitreaktion, wobei im Versuch noch ein zweites Tongefäß verwendet wurde.Abbildung 5; Links: Vorbereitete Thermitreaktion in zwei Blumentöpfen. Rechts: Aufnahme während der Thermitreaktion.

Deutung

Die Zündmischung liefert eine hohe Aktivierungsenergie, welches die Thermitreaktion auslöst. Es handelt sich in diesem Versuch um eine Redoxreaktion, in der Eisen(III)-oxid durch Aluminium zu Eisen reduziert wird. Zusätzlich handelt es sich um eine stark exotherme Reaktion, bei der sehr viel Energie freigesetzt wird. Dies wird durch die Beobachtung bestätigt. Da der erweiterte Redoxbegriff erst in den Höherenklassenstufen eingeführt wird, kann auf eine Symbolsprache verzichtet werden und nur die Wortgleichung aufgeschrieben werden.

Entsorgung

Die entstandenen Feststoffe werden im Feststoffabfall entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch eignet sich als Wunderexperiment zu Beginn des Themas der Aktivierungsenergie oder am Ende einer Unterrichtseinheit zu diesem Thema. Wichtig ist, dass der Versuch im freien durchgeführt wird und alle anwesenden Versuchspersonen ihre persönliche Schutzbekleidung tragen.

Literatur

[1] R. Herbst-Irmer, Praktikumsskript zum Anorganischen Grundpraktikum für Lehramtskandidaten, 2014, S. 243.