Bildung von Kalkseifen
von Anna Gulyas
Ziel des Versuchs Bei diesem Versuch wird eine andere Auswirkung von Wasserhärte gezeigt: Die Bildung von Kalkseifen, die für Maschinen, aber auch für die Umwelt schädlich ist.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Calciumhydroxid Pulver | H318 | P280, P305+P351+P338, P309+P310 |
|
| Calciumsulfat wasserfrei | – | – | – |
| Magnesiumsulfat wasserfrei | – | – | – |
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Lösungen nach dem Zutropfen der Seifenlauge, von links nach rechts folgende Proben: Calciumhydroxid – Magnesiumsulfat - Calciumsulfat -
Abb. 2: Lösungen nach dem Zutropfen der Seifenlauge, von links nach rechts folgende Proben: Destilliertes Wasser, Leitungswasser, Vilsa, evian, Leinewasser
Deutung
Beim Zutropfen der Seifenlösung fallen Kalkseifen aus. Je höher die Wasserhärte, desto mehr Kalkseifen fallen aus. Diese Kalkseifen haben keine Waschwirkung, was daran zu erkennen ist, dass kein Schaum entsteht. Erst nachdem alle Calcium- und Magnesiumionen als Kalkseifen ausgefällt sind, kann sich Schaum bilden.
Wasserhärte führt also dazu, dass Seife verschwendet wird, was schlecht für die Umwelt ist, und dazu, dass Geräte und Maschinen durch Kalkseifen verdreckt werden. Außerdem führt die leicht gelbliche Kalkseife zum Vergilben der Wäsche.
Beispielsweise laufen folgende Reaktionen ab:
2C15H31COO-(aq) + 2Na+(aq) + Ca2+(aq) + SO42-(aq) → (C15H31COO)2Ca(s)↓ + 2Na+(aq) + SO42-(aq)
2C15H31COO-(aq) + 2Na+(aq) + Mg2+(aq) + SO42-(aq) → (C15H31COO)2Mg(s)↓ + 2Na+(aq) + SO42-(aq)
Entsorgung
Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse
Dieser Versuch eignet sich für die Einführung der Ionen, die für die Wasserhärte verantwortlich sind. Weiterhin kann hierbei auf den Unterschied zwischen permanenter und vorübergehender Härte eingegangen werden. Als Blindprobe kann weiterhin auch Calciumhydrogencarbonat verwendet werden.
Mit dieser Versuchsanweisung kann Wasserhärte qualitativ nachgewiesen werden, und es können Vergleiche zwischen verschiedenen Proben gezogen werden. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, quantitativ vorzugehen. Hierzu muss als Seifenlösung eine Maßlösung verwendet werden, z.B: eine Seifenlösung nach Boutron-Boudet. Mit dieser Seifenlösung werden die Proben titriert, bis eine Schaumbildung möglich ist, bis also alle Calcium und Magnesiumionen als Kalkseifen ausgefällt sind.