Identifizierung von unbekannten Salzen
von Jana Pfefferle
Ziel des Versuchs In diesem Versuch müssen SuS anhand Nachweisreaktionen (Flammenfärbung und Fällung) die Anionen und Kationen in Salzen identifizieren.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Wasser, Silbernitrat, Salzsäure (verdünnt)
Salze: Natriumchlorid, Kupfersulfat, Lithiumchlorid, Kaliumbromid, Kaliumiodid, Bariumchlorid
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Silbernitratlösung 0,1 M | H315, H319, H410 | P273, P305+P351+P338, P501 |
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| Salzsäure 1 M | H290, H315, H319, H335 | P261, P305+P351+P338 |
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| Kupfer(II)-sulfat-5-H2O | H302, H319, H315, H410 | P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 |
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| Lithiumchlorid Monohydrat | H302, H319, H315 | P280, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 |
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| Bariumchlorid-2-H2O | H301, H332 | – |
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| Kaliumiodid | H302, H315, H319 | P305+P351+P338 |
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Durchführung
Die Salze werden in Wasser gelöst. Ein paar mL der Lösungen werden auf eine Tüpfelplatte gegeben. Das Magnesiastäbchen wird in die Lösung getaucht und danach in die Brennerflamme gehalten. Die Flammenfärbung wird protokolliert. Um das Magnesiastäbchen zu reinigen, wird es in Salzsäure (verdünnt) getaucht und danach in der Brennerflamme nochmal ausgeglüht. Die Salzlösungen werden mit ein paar Tropfen Silbernitrat versetzt oder, unter Ausbleiben eines Niederschlages, mit Bariumchlorid. Die Beobachtungen werden protokolliert.
Beobachtung
| Salz | Flammenfärbung | bei Zugabe von Silbernitrat |
|---|---|---|
| 1 | Orange | weißer Niederschlag |
| 2 | Grünblau | - |
| 3 | Dunkelrot | weißer Niederschlag |
| 4 | Violett | weißer/beiger Niederschlag |
| 5 | Hellgrün | weißer Niederschlag |
| 5 | Violett | gelberNiederschlag |
Bei Salz 2 konnte bei Zugabe von Silbernitrat keine Fällung beobachtet werden. Daraufhin wurde eine frische Lösung des Salzes angesetzt und Bariumchlorid hinzugegeben, da ansonsten bereits das Chlorid des Bariumchlorids mit den Silberionen des Silbernitrats als SIlberchlorid ausfallen würde. Bei Zugabe von Bariumchlorid fiel ein weißer Niederschlag aus.
Die nachfolgenden Abbildungen 1-6 zeigen der tabellarischen Reihenfolge nach die durchnummerierten, zu testenden Salze, die jeweilige Flammenfärbung der Salzlösungen und die Beobachtungen bei der Zugabe der jeweils positiv ausgefallenen Testlösung.
Abbildungen
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Abb. 1: Beobachtung bei Zugabe von Silbernitrat-Lösung
Deutung
Silbernitrat fällt Chlorid-, Bromid- und Iodidionen (in der Gleichung dargestellt als X-) aus wässriger Lösung.
AgNO3 (aq) + X-(aq) → AgX(s)↓ + NO3-(aq)
Bariumchlorid fällt Sulfationen aus wässriger Lösung.
BaCl2 (s) + SO42-(aq) → BaSO4 (s)↓ + 2 Cl-(aq)
Damit ergibt sich in Kombination mit der für die jeweiligen Kationen charakteristische Flammenfärbung folgende Zuordnung:
| Salz | Name | Flammenfärbung | bei Zugabe von Silbernitrat |
|---|---|---|---|
| 1 | Natriumchlorid | Orange | weißer Niederschlag |
| 2 | Kupfer(II)-sulfat | Grünblau | - |
| 3 | Lithiumchlorid | Dunkelrot | weißer Niederschlag |
| 4 | Kaliumbromid | Violett | weißer/beiger Niederschlag |
| 5 | Bariumchlorid | Hellgrün | weißer Niederschlag |
| 5 | Kaliumiodid | Violett | gelberNiederschlag |