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Ziel des Versuchs In diesem Versuch müssen SuS anhand Nachweisreaktionen (Flammenfärbung und Fällung) die Anionen und Kationen in Salzen identifizieren.

Vorbemerkung

In diesem Versuch werden Salze anhand von Flammenfärbung und Fällung identifiziert. SuS sollen ein Salz erhalten und das Kation und Anion nachweisen. Dafür müssen die SuS Nachweisreaktionen kennen und wissen, wie sie anhand der Flammenfärbung Kationen identifizieren können. Dies ist ein als Schülerversuch geeignetes Experiment, da es einfach durchzuführen ist und für SuS spannend gestaltet werden kann. Für die Identifizierung benötigen die SuS einen Gasbrenner, Silbernitrat und Bariumchlorid.

Materialien

Reagenzgläser, Tüpfelplatte, Magnesiastäbchen, Gasbrenner

Chemikalien

Wasser, Silbernitrat, Salzsäure (verdünnt)

Salze: Natriumchlorid, Kupfersulfat, Lithiumchlorid, Kaliumbromid, Kaliumiodid, Bariumchlorid

Gefahrstoffe

Gefahrstoff H-Sätze P-Sätze GHS-Piktogramme
Silbernitratlösung 0,1 M H315, H319, H410 P273, P305+P351+P338, P501 GHS07 GHS09
Salzsäure 1 M H290, H315, H319, H335 P261, P305+P351+P338 GHS05 GHS07
Kupfer(II)-sulfat-5-H2O H302, H319, H315, H410 P280, P273, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 GHS07 GHS09
Lithiumchlorid Monohydrat H302, H319, H315 P280, P302+P352, P305+P351+P338, P309+P311 GHS07
Bariumchlorid-2-H2O H301, H332 GHS06
Kaliumiodid H302, H315, H319 P305+P351+P338 GHS07

Durchführung

Die Salze werden in Wasser gelöst. Ein paar mL der Lösungen werden auf eine Tüpfelplatte gegeben. Das Magnesiastäbchen wird in die Lösung getaucht und danach in die Brennerflamme gehalten. Die Flammenfärbung wird protokolliert. Um das Magnesiastäbchen zu reinigen, wird es in Salzsäure (verdünnt) getaucht und danach in der Brennerflamme nochmal ausgeglüht. Die Salzlösungen werden mit ein paar Tropfen Silbernitrat versetzt oder, unter Ausbleiben eines Niederschlages, mit Bariumchlorid. Die Beobachtungen werden protokolliert.

Beobachtung

Salz Flammenfärbung bei Zugabe von Silbernitrat
1 Orange weißer Niederschlag
2 Grünblau -
3 Dunkelrot weißer Niederschlag
4 Violett weißer/beiger Niederschlag
5 Hellgrün weißer Niederschlag
5 Violett gelberNiederschlag

Bei Salz 2 konnte bei Zugabe von Silbernitrat keine Fällung beobachtet werden. Daraufhin wurde eine frische Lösung des Salzes angesetzt und Bariumchlorid hinzugegeben, da ansonsten bereits das Chlorid des Bariumchlorids mit den Silberionen des Silbernitrats als SIlberchlorid ausfallen würde. Bei Zugabe von Bariumchlorid fiel ein weißer Niederschlag aus.

Die nachfolgenden Abbildungen 1-6 zeigen der tabellarischen Reihenfolge nach die durchnummerierten, zu testenden Salze, die jeweilige Flammenfärbung der Salzlösungen und die Beobachtungen bei der Zugabe der jeweils positiv ausgefallenen Testlösung.

Abbildungen

  • Abb. 1: Beobachtung bei Zugabe von Silbernitrat-Lösung

Deutung

Silbernitrat fällt Chlorid-, Bromid- und Iodidionen (in der Gleichung dargestellt als X-) aus wässriger Lösung.

AgNO3 (aq) + X-(aq) → AgX(s)↓ + NO3-(aq)

Bariumchlorid fällt Sulfationen aus wässriger Lösung.

BaCl2 (s) + SO42-(aq) → BaSO4 (s)↓ + 2 Cl-(aq)

Damit ergibt sich in Kombination mit der für die jeweiligen Kationen charakteristische Flammenfärbung folgende Zuordnung:

Salz Name Flammenfärbung bei Zugabe von Silbernitrat
1 Natriumchlorid Orange weißer Niederschlag
2 Kupfer(II)-sulfat Grünblau -
3 Lithiumchlorid Dunkelrot weißer Niederschlag
4 Kaliumbromid Violett weißer/beiger Niederschlag
5 Bariumchlorid Hellgrün weißer Niederschlag
5 Kaliumiodid Violett gelberNiederschlag

Entsorgung

Die Lösungen werden im Schwermetallbehälter entsorgt.

Anmerkungen & Unterrichtsanschlüsse

Dieser Versuch kann in der Unterrichtseinheit Salze, Alkalimetalle und Nachweisreaktionen eingesetzt werden. Es können jegliche anderen Salze benutzt werden. Den SuS können je nach Wunsch zwischen 1-6 Salze zum Identifizieren zugeordnet werden, womit der Versuch verlängert oder verkürzt werden kann.

Literatur

L. Ryan, Chemistry for you, Nelson Thornes, 2. Auflage, 2001, S. 152-153.