Bestimmung des Ca2+ Gehalts in einer Wasserprobe mittels komplexometrischer Titration
von Kristina Breithaupt
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird der Calcium-Gehalt in einer Wasserprobe mithilfe einer komplexometrischen Titration ermittelt. Für diesen Versuch sollten die Grundlagen der Titration als Vorwissen bei den Schülerinnen und Schülern präsent sein. Didaktisch reduziert wird hier, dass nicht auf die besonderen Eigenschaften des EDTA, dass es Chelatkomplexe ausbilden kann, eingegangen wird. Des Weiteren wird auch nicht auf die Komplexstruktur eingegangen, da dies für die Schülerinnen und Schüler schwer zu begreifen ist.
Vorbemerkung
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Ammoniaklösung konz. 25% | H314, H400, H335 | – |
|
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: Nährwerttabelle der verwendeten Wasserprobe -
Abb. 2: Wasserprobe mit Indikator-Puffertablette und Ammoniak zu beginn der Titration -
Abb. 3: Wasserprobe nach beendeter Titration
Deutung
Die rote Färbung der Lösung zeigt den Diammincalcium-Komplex an. Bei der Zugabe von EDTA findet eine Ligandenaustauschreaktion zwischen dem Ammoniak und dem EDTA statt. Der Calcium-EDTA-Komplex zeigt die grün-graue Färbung. Hier muss für die Schülerinnen und Schüler didaktisch reduziert werden, da die Vorgänge bei einer Ligandenaustauschreaktion und einer Komplexbildung zu kompliziert für diese Klassenstufe sind. Die Reaktion wird als normale Bildung eines Produktes aus zwei Edukten behandelt. Dies ist für die Schülerinnen und Schüler einfacher, da sie mit dieser Art der Erklärung vertraut sind. Die Färbung wird nach einer EDTA-Zugabe von 30 mL erreicht. Es laufen folgende Reaktionen ab:
[Ca(H2O)4]2+(aq) + H2EDTA2-(aq) ⇌ [Ca(EDTA)]2-(aq) + 4 H2O(l)
Für die Berechnung gilt:
1 mL EDTA (0,01 M) = 0,5608 °dH = 0,1 mmol Ca2+/L
Da 30 mL verbraucht wurden, liegen in der Wasserprobe 3 mmol Ca2+/L vor. Dies entspricht einem Härtegrad von 16,824 °dH. Somit liegt eine harte Wasserprobe vor.[1]
Fehlerbetrachtung:
Für die Fehlerbetrachtung muss der in Abb. 1 zu entnehmende Wert für das Caclium umgerechnet werden. So wird eine Konzentration von 11,5 mmol/L erhalten.
| xabs = | | xMesswert - xLiteratur | | = | | 3 mmol/L - 11,5 mmol/L | | = | 8,5 mmol/L |
| xrel = |
| · 100 | = |
| · 100 | = | 73,91 % |