Nachweis von Ionenaustauschern als Wasserenthärter
von Mona-Christin Maaß
Ziel des Versuchs In diesem Versuch wird gezeigt, dass Ionenaustauscher in Waschmitteln vorhanden sind.
Vorbemerkung
Wasserenthärter in Waschmitteln sind notwendig, weil Tenside mit den Mg2+ und Ca2+-Ionen in hartem Wasser schwerlösliche Salze bilden, die zu Grauschleiern in der Wäsche und hohem Waschmittelverbrauch führen.
Früher wurden dazu Phosphate benutzt, die mit den genannten Kationen einen löslichen Komplex bilden. Phosphate sind umweltschädlich, weil sie in Gewässern zur Eutrophierung beitragen.
Aus diesem Grund werden heute Zeolithe eingesetzt. Diese tauschen die Mg2+- und Ca2+- Ionen gegen andere aus. Sie binden die Mg2+- und Ca2+- Ionen, so dass diese nicht mehr mit den Tensiden reagieren können.
In diesem Versuch wird gezeigt, dass Ionenaustauscher in Waschmitteln vorhanden sind.
SuS müssen die Struktur und die Wirkung von Zeolithen kennen. Außerdem muss ihnen als Nachweise von Eisen-Ionen das rote Blutlaugensalz bekannt sein.
Materialien
Chemikalien
Gefahrstoffe
| Gefahrstoff | H-Sätze | P-Sätze | GHS-Piktogramme |
|---|---|---|---|
| Kaliumthiocyanatlösung | H332, H312, H302, H412, EUH032 | – |
|
| Eisen(II)-chlorid-4-H2O | H302, H314 | P280, P305+P351+P338, P310 |
|
Durchführung
Beobachtung
Abbildungen
-
Abb. 1: rotes Blutlaugensalz (links) mit Waschmittel-Lsg. (rechts).
Deutung
Wenn Kaliumthiocyanat-Lsg. zu Eisen(III)-chlorid-Lsg. gegeben wird, entsteht der Eisenthiocyanat-Komplex, der die Lösung rot färbt.
Im Waschmittel befinden sich Zeolithe und die Eisen(III)-Ionen werden gegen die Natrium-Ionen im Zeolithe ausgetauscht. Deshalb wird der Eisenthiocyanat-Komplex zerstört.